Unendliche Weiten – so könnte der Titel zu diesem Artikel auch lauten, denn die feinen Sandstrände von Findhorn sind beinahe unendlich lang…
Inhalt (Zeile anklicken um zum jeweiligen Abschnitt zu springen)

Intro und Reisebericht
Wo liegt denn Findhorn? Das habe ich mich auch gefragt, als meine Frau den Namen aufbrachte.
Sie war gerade dabei einen Stellplatz für unsere nächste Übernachtung zu recherchieren und ich war gerade dabei unser (etwas zu grosses) Wohnmobil in Richtung Inverness zu steuern.

Findhorn liegt an der Nordostküste, nicht weit von Inverness. Die Küsten des Nordostens und Ostens
kannten wir noch nicht, obwohl wir schon mehrfach in Schottland waren. Wir sollten sie noch lieben lernen, aber das wussten wir in dem Moment noch nicht.
Etwas unkonzentriert muss ich wohl ein „ja, ok“ von mir gegeben haben und „schwups“ war der Platz gebucht.

Einen Nachmittag in Inverness und den Clava-Cairns später, tuckern wir also der Mündung des Moray Firth folgend nach Nordosten. Das Land ist hier eher flach, aber nach den durchaus Schweiß-treibenden Fahrten (mit unserem grossen Wohnmobil auf kleinsten Straßen) im bergigen Nordwesten, bin ich gar nicht böse darum.

Schon vor dem Dorf Findhorn wird meine Aufmerksamkeit schlagartig aktiviert: Wir folgen einer sandigen Bucht, oder ist es eine Flussmündung? Dahinter Kiefernwälder und im Wasser schaukeln zahlreiche Segelboote und Motorboote gemächlich vor sich hin – eine sehr schöne Szenerie!

Das Dorf selbst gefällt mir auch auf Anhieb: Schöne kleine, alte Cottages und kleine süsse Häuschen, ein paar größere Häuser und eine nette kleine Straße direkt am Ufer.
Einige der Häuser sind im typischen schottischen Stil aus großen, dunklen Steinblöcken gebaut. Aber erstaunlich viele sind auch in bunten Farben gestrichen, ein eher ungewohntes Bild in Schottland.

Unser Stellplatz liegt nahe dem Hafen und direkt in den Dünen. Dort findet sich auch ein großer Parkplatz für alle, die den Strand besuchen wollen.
Wir kommen an und folgen unserem Hund, der das Meer schon lange in der Nase hat und endlich am Strand Ballspielen will. Der Dünen-Gürtel ist breit und schön. Als sich der Blick aufs Meer öffnet, sind wir sprachlos: Ein riesiger feiner Sandstrand liegt vor uns.

Riesig, weil er scheinbar unendlich breit ist und jetzt, bei Ebbe auch noch sehr tief. Sandstrand wohin das Auge blickt – fast.
Denn an der Dünen-Kante stehen zahlreich klein bunte Bade-Hütten aus bunt gestrichenem Holz gefertigt. Ein supernetter Anblick. In der Ferne, weit im Westen kann man die hohen Berge des schottischen Nordwestens erkennen, den nördlichsten Ausläufern der Highlands.

Am Abend spazieren wir in den Hafen, wo wir bei einem urigen Pub-Restaurant Essen und Trinken finden. Wir lassen uns draussen auf einer der Bänke nieder und blicken über die kleine Sandbucht mit Bootsstegen und Booten, die im Wasser ankern. Ein schönes Bild.

So schön, dass wir noch eine Nacht dranhängen und am nächsten Tag einen Ausflug mit dem E-Klapprad machen (mit Hunde-Anhänger). Wir radeln durch das schöne Dorf und die Straße zurück und biegen in das Eco-Village ein, dem ersten Ökodorf in Schottland? Oder einem der ersten.

Ein Stück weiter geht es durch eine ausgedehnte Dünenlandschaft mit Wanderwegen wieder an den Strand. Eigentlich ist es der gleiche Strand wie vorher, oder seine Verlängerung, denn der zieht sich noch über einige Kilometer die Küste entlang.

Wir folgen den kleinen Strand-Straßen und -Wegen und finden wieder zurück nach Findhorn. Noch ein kleiner Foto-Spaziergang und wir finden uns wieder in unserem Hafen-Restaurant ein. Hier ist schon einiges los, denn die örtliche Seenotrettung ehrt heute einen ihrer langjährigen Freiwilligen.

Die Seenotrettung spielt eine grosse Rolle hier, wie ich das auch schon in Irland mitbekommen habe. Jedes Jahr wird für die Finanzierung Geld gesammelt, es gibt Benefiz-Veranstaltungen und es werden immer wieder Freiwillige Helfer gesucht.
Macht ja auch wirklich Sinn für die Inseln mit tausenden von Kilometern Küstenlinie, wo eben auch entsprechend viele Schwimmer und Boote unterwegs sind, von den vielen Fischerbooten ganz abgesehen.

In den nächsten Tagen werden wir der Küste weiter ach Osten und dann nach Süden folgen und immer wieder traumhafte Strände und super nette Hafenorte finden. Einer davon ist der süsse Hafenort Portsoy, über den ich noch einen eigenen Artikel schreiben werde, den ich dir ganz unten verlinken werde.

Erwähnenswert sind auch der Hopeman East Beach, der Findochty Harbour und Beach, der Bow Fiddle Rock, eine tolle Felsformation an der Küste und der Pennan Harbour, eine winzige Bucht mit einem coolen winzigen Hafen.

Hilfreiche Links für die Reisebuchung
Wenn du deine Reise buchen möchtest, dann habe ich hier noch ein paar hilfreiche Empfehlungs-Links für dich:
Übernachtungen und auch Flüge habe ich selbst meist über BOOKING.com gebucht.
Wenn es um Eintritte, Führungen, Tours und Unternehmungen geht, findest du eine tolle Auswahl auf GETYOURGUIDE.
Meine Reise-Literatur, Karten und Musik kaufe ich super gerne bei THALIA.
Für die Buchung eines Mietwagen empfehle ich auch TUI CARS.
Ein Wohnmobil mieten kannst du gut über TUI CAMPER.
Hotels und Flüge kannst du prima bei TUI.com buchen.
Deine Fähre nach Irland kannst du direkt bei STENALINE buchen.
Und alle Fährverbindungen findest du auf DIRECTFERRIES.
Wenn du über einen dieser Links eine Leistung buchst oder kaufst, (zum Beispiel eine Übernachtung,) dann bekommt dieser Blog eine kleine Provision für deine Vermittlung. Deine Preise sind immer genauso, wie du sie auch direkt auf der Plattform des Anbieters finden würdest. So kannst du meinen kleinen Reiseblog auch finanziell unterstützen – ganz herzlichen Dank – und gute Reise!

Fazit
Wer nach Schottland kommt, weiss vorher sicher schon von Edinburgh, Loch Lomond und Loch Ness, der Isle of Skye und den Highlands von Glencoe bis Inverness.
Aber auch abseits der ausgetretenen Pfade finden sich wunderbare Landschaften und Küsten in Schottland. Wir haben die Nordostküste sehr schön gefunden und unsere Zeit dort sehr genossen.

Auch wenn die Nordostküste vielleicht weniger spektakulär ist als die hohen, braunen Gipfel der Highlands ist, so ist sie aber gleichzeitig sehr viel einladender.
Übrigens auch vom Wetter her, denn er Osten des Landes bekommt weitaus weniger Niederschlag ab als der Westen. Denn der Atlantik bringt die großen Regenmassen in der Regel mit dem Westwind.

Die Wolken regnen über den Bergen des Westens ab und bis sie den Osten erreichen, haben sie schon einen großen Teil ihrer Last abgeworfen. In Irland gibt es übrigens das gleiche Phänomen.
Der schottische Nordosten ist also auf jeden Fall ein heißer Tipp!
Weiter interessante Artikel für dich
Kommen bald….
Bildnachweis Titelbild: Bunter Regenbogen über bunten Strandhütten bei Findhorn (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)