Es gibt Städte, die stark beworben werden. Und es gibt Städte von denen man eher wenig hört oder liest, die aber dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – einen Besuch wert sind. Eine solche Stadt ist auch Besancon im Osten Frankreichs.
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Intro und Reisebericht
Wenn du von Deutschland aus nach Südfrankreich fährst, kommst du praktisch hier vorbei. Und auch wenn du aus einem anderen Land nach Südfrankreich fährst und die Strecke über Dijon und Lyon nimmst, liegt Besancon nur einen Steinwurf entfernt von deiner Route.

Aber wohl die wenigsten machen hier Station um sich die Stadt anzusehen. Auch wir waren schon viele Male in Südfrankreich und haben nie in Besancon Station gemacht.
Dieses Mal dann aber doch: Mit dem Wohnmobil haben wir im Herbst eine größere Tour durch Frankreich gemacht.

Wir sind die komplette Atlantikküste abgefahren, haben Südfrankreich nur kurz gestreift, weil wir es von früheren Besuchen schon gut kennen, und sind über Avignon und eben Besancon wieder nach Südwest-Deutschland gefahren.

Und wir haben diesmal in Besancon eine Übernachtung eingelegt und uns die Stadt ganz in Ruhe angesehen.
Der Ausflug hat Spaß gemacht! Wegen des fortgeschrittenen Herbstes war es schon recht kühl, aber immerhin trocken und wir sind den Fluss Doubs entlang spaziert und über die Pont Battant ins Zentrum spaziert.

Der Fluss macht hier eine große Schleife und umgibt die Altstadt von Besancon fast vollständig. Dort, wo es eine Landverbindung ins Inland gibt, wacht die Citadelle de Besancon über die Stadt.
Diese günstige Lage am Fluss bot seinen Einwohnern natürlichen Schutz und der war auch nötig, denn die Stadt wurde zur Zeit des Römischen Reichs gegründet und die Region war lange Zeit stark umkämpft.

Mit der Industrialisierung wurde Besancon ein Zentrum der Uhren- und Textilindfustrie. Heute ist es eher Mikro- und Nanotechnologie, aber auch viele andere Gewerbe, Handel und Industrien, die hier angesiedelt sind.
Trotz der Industrialisierung wurde Besancon als grünste Stadt Frankreichs ausgezeichnet, beherbergt Kunst und Geschichte und die alten Festungsanlagen sind seit 2008 UNESCO Weltkulturerbe.

Schon am Flussufer präsentieren sich lang gestreckte historische Gebäude mit Arkaden und zeugen davon, dass die Stadt einst wohlhabend war.
Der Eindruck setzt sich im Inneren der Altstadt fort: Breite Fußgängerzonen mit zahlreiche Geschäfte, Kirchen, Gebäude mit Säulen und verzierten Fassaden, Statuen und Ornamenten zeugen vom Wohlstand von einst.

Heute sind die Eindrücke aber etwas gemischter, denn viele Gebäude könnten etwas mehr Pflege gebrauchen und manche Ecken der Altstadt sind nicht so schön.

Aber das macht nichts, denn man kann hier durchaus ein paar Stunden lang die Altstadt erkunden und entdeckt immer wieder schöne kleine Stadtparks, wunderbare historische Gebäude, nette kleine Ecken, nette Geschäfte und vor allem jede Menge Restaurants und Cafés, in denen die Besontins oder Besontines (Einwohner von Besancon) den Nachmittag verbringen.

Trotz des kühlen und herbstlichen Wetters sind die Terrassen offen und gut gefüllt. Wir tun es ihnen gleich und genießen unser Mittagessen draußen, während das Leben an uns mit französischer Gelassenheit vorbei strömt.

Die Citadelle von Besancon haben wir nur von außen gesehen, aber wenn du mehr Zeit hast: Es gibt im inneren mehrere Museen. Alle Informationen findet du auf der website: https://www.citadelle.com.
Und wenn du dich für weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele der Stadt interessierst, dann schau doch auf der website von Besancon vorbei: https://www.besancon-tourisme.com.

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Fazit
Die Lage am Fluss ist sehr schön, die Altstadt kann man wunderbar zu Fuß erkunden und die Citadelle auf dem Berg bietet einen mächtigen Hintergrund für die lebendige Stadt zu seinen Füssen.

Wir haben es genossen, Besancon zu erkunden. Die Altstadt hat zwar auch ihre weniger chicken Seiten, aber sie ist auf jeden Fall sehenswert. Und anders als manch andere Stadt, hat sich Besancon einen grünen Kern bewahrt.

Das sieht man, wenn man den Fluss Doubs entlang um die Altstadt wandert, aber auch an zahlreichen Baumreihen und kleinen Parks im Inneren.
Bei allem Trubel findet man immer wieder auch Ruhe und bei allen pompösen Gebäuden immer wieder auch grüne Flecken zur Erholung.

Wir sind eher Landmenschen, wir brauchen das um eine Stadt geniessen zu können. Das ist der ruhige Teil der Stadt trotz allen Trubel der Einkaufsstraßen. In der Ruhe liegt die Kraft!

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Bildnachweis Titelbild: Arkaden der Altstadt von Besancon am Fluss Doubs (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)
