Hast du schon mal von Dungarvan gehört? Nein? Damit bist du nicht allein, denn diese hübsche kleine Hafenstadt an Irlands Südküste ist noch ein Geheimtipp – wirklich! Wir werfen einen Blick hinein…
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Intro und Reisebericht
Die Südküste Irlands, vor allem die östliche Südküste, steht im Schatten des viel bekannteren Wild Atlantic Way, also der wilden Westküste. Und das ist ok.
Denn der Süden kommt nicht brausend und tosend daher, spektakulär und laut. Er ist eher ein Genießer: Viel Sonne, Genus und entspannte Gelassenheit sind hier wichtig.

Klingt nach Italien und Dolce Vita? ein bisschen, aber wir sind immer noch in Irland. Tatsächlich bekommt der Südosten, oder östliche Süden der Insel nur halb so viele Regentage wie die Westküste.
Das sage nicht ich, das sagen langjährige Wetterstatistiken. Und es ist wärmer im Süden als im Norden. Und Irlands Wetter ist sowieso meist besser als sein Ruf, denn Dublin hat im Sommer weniger Regen als zum Beispiel München. Auch das sagen langjährige Wetter-Statistiken.

Also zusammengefasst: Das Wetter ist überwiegend mild und sonnig im östlichen Süden / Südosten von Irland, vor allem im Sommerhalbjahr. Das sagen die Statistiken und sagen wir selbst auch, denn wir haben unseren Zweitwohnsitz südlich von Dublin.
Aber in diesem Artikel halten wir uns eher östlich von Cork auf, also im östlichen Süden, nicht im Südosten. Bewölkter Himmel heisst auf den Inseln übrigens noch lange nicht, dass es regnen wird. Ok, machen wir weiter…

Während die wilde Westküste vor allem durch atemberaubende Klippen-Landschaften besticht, findest du an der Ostküste sehr viele kilometerlange Sandstrände.
Die Südküste hat eine schöne Mischung aus beiden: Schöne, aber nicht übertrieben hohe Klippen und auch viele schöne Sandstrände.

In diesem abwechslungsreichen und milden Klima findest du eine große Stadt: Cork und mehrere kleine charmante Hafenstädtchen, wie zum Beispiel Yaughal oder Dungarvan.
Für uns ist Dungarvan nah genug an unserem Zweitwohnsitz für einen Tagesausflug und wir waren früher schon mehrmals hier.
Aber diesmal kommen wir mit dem Wohnmobil hier entlang. Nach einer schönen Runde durch Irland verbringen wir noch etwas Zeit in Cork und auch in Dungarvan, bevor wir wieder nachhause fahren.

Die kleine Stadt mit ihrer entspannten Atmosphäre ist genau das, was wir nach dem Trubel in Cork brauchen: entspannte Gelassenheit!
Wunderschön ist die Lage an der weiten, sandigen Bucht. der kleine Colligan River teilt sie in zwei Hälften: Auf der einen Seite liegt die Abbeyside und auf der anderen die Old Town.

Der Blick vom Harbour Viewpoint über den Hafen zur Altstadt mit den Ruinen des Dungarvan Castle ist wunderschön. Und auch ein Spaziergang am Abbeyside Strand ist sehr zu empfehlen.
Die Gezeiten sind stark auf der Insel: Bei Ebbe ist die Küste eine Welt aus Sand und bei Flut sind die Strände deutlich kleiner und der Hafen hat sehr viel mehr Wasser.

Auf der Abbeyside sind noch die Überreste eines Augustinerklosters aus dem 4. Jahrhundert zu finden. Die Ruinen des Castles zeugen von dem Schloß, das hier einst stand und im 12. Jahrhundert von Jean Plantagenet erbaut wurde. Der Name klingt französisch, denn zu jener Zeit herrschten die Normannen über weite Teile Irlands.
Im Hafen dümpeln kleine Boote: Bunte Fischerboote, ein paar Motorboote und ein paar Segelyachten. Einige von ihnen liegen auf Grund, wenn die Flut kommt, werden sie wieder schwimmen.

Über eine uralte kleine Steinbrücke gehen wir zur Altstadt hinüber. Vorbei an Pubs, Cafés und Restaurants schlendere ich durch den alten Hafen. Ich komme bald an den Burgruinen vorbei und zum Lookout, einem Aussichtspunkt.
Der Blick von der Altstadt hinüber zur Abbeyside ist genauso schön wie umgekehrt. Ein kleiner mit vielen Blumen geschmückter, Park umgibt die St. Mary´s Church und bunte kleine Häuschen umgeben beide. Idyllischer geht es kaum.

Ich spaziere in die Altstadt hinein und wandere durch die kleinen Gassen. Ziellos, planlos, zufrieden. Meine Frau geht derweil ihrer eigenen Wege (mein ewiges Fotografieren macht mich auch nicht geselliger…). Die kleine Stadt macht einen überwiegend gepflegten Eindruck. Die Menschen gehen ihren Geschäften nach – nicht hektisch, sondern ruhig und gelassen.

Am Grattan Square finde ich mein Mittagessen. Ich muss den Platz zweimal umrunden, denn es gibt etliche Lokale zur Auswahl. Das gilt auch für den nahen Hafen, wo man auch gut essen und trinken kann. Zu viel Auswahl verzögert das Lunch – mein Magen knurrt und ich entscheide mich endlich.

Auf einer Terrasse spitzend genieße ich nicht nur mein Lunch, sondern auch die Menschen, die den Grattan Square beleben. Viele Familien, Kinder, Jugendliche – hier ist Leben! Munteres, freundliches, entspanntes Leben.
Die Gelassenheit der Stadt überträgt sich auf mich. So schön Dublin, Galway, Limerick oder Cork auch sind, große Städte sind mir meist zu groß, zu laut und zu hektisch. Dafür liebe ich gemütliche Kleinstädte umso mehr – wie Dungarvan!

Hilfreiche Links für die Reiseplanung
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Vielen Dank für deine Unterstützung dieses kleinen Reiseblogs – und viel Spaß beim Lesen!

Fazit
Dungarvan an einem sehr schönen Küstenabschnitte im Süden Irlands. Die kleineren Städte Youghal oder Waterford sind nicht weit entfernt und auch auch in die große Stadt Cork kommt man von hier aus schnell.
Zwischen Dungarvan und Waterford liegt die wunderschöne Copper Coast und ein Stückchen weiter, schon im County Wexford, liegt die schöne Hook Peninsula mit dem wunderschönen Hook Lighthouse.

Wenn du eine Rundfahrt um die irische Insel machst, kannst du diese Region auf jeden Fall einplanen. Wenn du nur ein paar Tage von Dublin aus den Osten erkunden möchtest, ist Dungarvan und die Region Waterford auf jeden Fall auch eine Empfehlung.
Und auch ein Abstecher von Cork aus nach Dungarvan oder Waterford macht absolut Sinn.
Wie auch immer: Dungarvan ist einfach schön!

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Bildnachweis Titelbild: Boote im Hafen von Dungarvan (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)