Ich hasse volle, laute, teure, moderne Städte mit viel Verkehr wirklich! Galway ist alles das. Aber Galway ist auch cool – sehr sogar!
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Intro und Reisebericht
Galway vibriert! Anders kann ich es nicht ausdrücken. Wohl kaum eine Stadt in Irland ist so lebendig wie diese. Das merkt man leider immer, wenn man versucht die Stadt zu durchqueren, denn das dauert eine Weile.

Und so dauert es auch diesmal eine Weile, bis wir mit unserem Wohnmobil den Campingplatz am Westrand erreichen. Wir ergattern einen der letzten Stellplätze und bleiben für zwei Nächte.
Der Campingplatz liegt direkt am Strand im schönen Ortsteil Salthill.

Hier reiht sich ein Strand an den anderen, teilweise gesäumt von breiten Uferpromenaden. Entlang der Küstenstraße reihen sich Hotels, hier gibt es auch mal eine Kirmes und auf jeden Fall gibt es hier viele Menschen, die die Promenaden und die Strände genießen.

So auch wir. Mit den Fahrrädern schlängeln wir uns am ersten Abend ein Stück die Küste entlang, finden noch ein Strandbistro für das Abendessen und genießen den schönen Abend am Meer.
Am nächsten Morgen schwingen wir uns wieder in die Sättel und fahren weiter, in Richtung Innenstadt. Ein steifer Wind macht das Radeln nicht immer einfach, aber einfach schön.

Die Wolfe Tone Bridge bringt uns über den River Corrib. Auf der anderen Seite beginnt die Innenstadt. Hier steht der bekannte Spanish Arch und das Galway City Museum.
Ich bummele aber erst in die andere Richtung: Am grünen Ufer des River Corrib spaziere ich in Richtung Salmon Weir Bridge und Galway Cathedral.

Die Lachsfischerei hat tatsächlich eine große Bedeutung in Irland und auch hier in Galway finden sich Schautafeln, die über den Fluß und die Fischerei informieren.
Das Flussufer ist angenehm ruhig und grün, immer wieder finden sich kleine Gruppen von Menschen, die einfach nur hier sitzen und den Moment genießen.

Ein Stück weiter finde ich die Kathedrale und kann sie mir auch von innen anschauen. Wie draussen, kommt mir auf der Nachbar-Brücke eine Prozession entgegen. Kirchliche Würdenträge in festlichem Ornat ziehen zur Kathedrale, begleitet von einer langen Schlange an Menschen.

Doch mich zieht es in die entgegengesetzte Richtung, in die Innenstadt. Die eigentliche Altstadt von Galway nennt sich Latin Quarter und hier steppt der Bär: Das Galway Fest zieht offenbar nicht nur Touristen an, sondern auch jede Menge Einheimischer.

Touristen gibt es übrigens sehr viele in Galway – immer! Dafür sorgen zahlreiche Busunternehmen, die Tagestouren und Mehrtagestouren ab Dublin anbieten. Nur etwa 2-3 Stunden dauert die Fahrt von der Ostküste an die Westküste und Galway ist ganz offensichtlich ein Magnet für Menschen.

Entsprechend touristisch geht es auch im Latin Quarter zu: Jede Menge bunter Pubs und Souvenirgeschäfte versorgen die Massen. Schön dabei: Es gibt auch immer wieder irgendwo Life-Musik, tagsüber und auch am Abend.

Heute gibt es hier vor allem Straßenmusik: Überall stehen Straßenkünstler und Musiker und unterhalten die Menschen, die gutgelaunt durch die schmalen und Autofreien Gassen ziehen.

Essen, Trinken, Shoppen, Musik – hier kann man Spaß haben. Und das haben die Menschen offenbar auch, denn die Stimmung ist allgemein fröhlich und freundlich.

In einer großen Schleife wandere ich am Lynch`s Castle vorbei zu den Docks. Häfen und Boote ziehen mich magisch an. Der moderne Hafen ist weniger spannend, aber der Long Walk ist dann wieder sehr nach meinem Geschmack.

Hier, an der Mündung des River Corrib liegen die netten, kleinen bunten Fischerboote und Sportboote. Angler stehen am Ufer, Spaziergänger genießen den Blick auf die See und ich flaniere mit ihnen durch den Spanish Arch und wieder zum Ausgangsort zurück.
Hier am Ufer sind viele kleine weisse Zelte mit Essenständen zu finden, wohl wegen des Festivals. Es gibt auch ein bisschen Kunsthandwerk und anderes dort zu finden.

Etwas erschöpft, aber sehr zufrieden steigen wir wieder auf die Fahrräder und lassen uns an der Salthill Promenade noch einmal richtig vom Seewind durchpusten, bevor wir unseren Campingplatz erreichen und den „Feierabend“ einläuten.

Hilfreiche Links zur Reiseplanung
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Unterwegs in Irland: Das Große Reisebuch (Kunth unterwegs).
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Vielen Dank für deine Unterstützung dieses kleinen Reiseblogs – und viel Spaß beim Lesen!

Fazit
Galway ist immer busy – immer! Da brauchen sie agr kein Fest dazu. Und Galway ist immer touristisch.
Aber der Trubel in Galway ist meistens sehr positiv: Die Menschen wollen Spaß haben und finden ihn dort. Coole Vibes – das trifft es wohl ganz gut.

Nicht nur in der ausufernden Gastronomie des Latin Quarter, oder an den diversen Sehenswürdigkeiten, sondern auch an den Quays, Docks, oder an den vielen Seepromenaden und Stränden, wie im Ortsteil Salthill. Alle Infos zu Sehenswürdigkeiten findest du übrigens hier: https://www.visitgalway.ie.
Uns ging es wie den meisten in Galway: Wir hatten Spaß und haben den Trubel genossen. Und wenn ich das sage, der ich Trubel gerne meide, dann ist das ein sehr großes Kompliment!
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Kommen bald…
Bildnachweis Titelbild: Am Long Walk in Galway (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)