Gordes – eines der schönsten Dörfer der Provence

Hügel mit kleinen alten Steinhäusern, die am steilen Hang kleben und trotzig ins Tal blicken. Darunter Weinreben, Obstplantagen und immer wieder Zypressen. Wir sind in der Provence. Genauer: in einem der schönsten Teile der Provence…

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Provencalische Landschaft (Gordes)
Provencalische Landschaft (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)




Intro und Reisebericht

Das Dorf Gordes trägt seinen Titel „Eines der schönsten Dörfer der Provence“ mit Stolz. Es liegt im Naturpark Luberon, der mit einem herrlichen Mittelgebirge und wunderbaren Tälern auftrumpft.

Das Dorf Gordes thront auf einem Berg
Das Dorf Gordes thront auf einem Berg (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Genauer genommen sind es die Ausläufer der französischen Alpen, die sich in Hügelketten bis ans Mittelmeer fortsetzen.

Gordes liegt nördlich von Aix-en-Provence und östlich von Avignon und damit wirklich im Herzen der Region Provence-Alpes-Cote d`Azur. Hier befinden sich auch viele der malerischen Lavendelfelder, für die die Gegend berühmt ist.

Hübscher Oldtimer in hübschem Dorf (Gordes)
Hübscher Oldtimer in hübschem Dorf (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertber)


Die blühen allerdings von Mitte Juni bis Mitte August. Also im Hochsommer und den Schulferien, die wir beide gerne meiden. Wir sind hier im späten Herbst.

Der Morgen beginnt sehr kühl, als wir mit unserem unpassend großen Wohnmobil die schmalen Straßen auf den Berg hinauffahren.

Pagen vor einem Hotel in Gordes
Pagen vor einem Hotel in Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Glücklicherweise sind wir früh dran und der große Parkplatz vor dem Ortseingang bietet noch viele freie Plätze. Die braucht man auch, denn ins Dorf dürfen nur die Anwohner einfahren, oder Gäste, die im Inneren eine Unterkunft gebucht haben.

Chateau de Gordes
Chateau de Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Schon bei de Anfahrt verschlägt es uns den Atem: Auf der gegenüberliegenden Hangseite thronen kleine Häuser hoch am steilen Berghang.

Die Morgensonne wirft ein fahles Licht auf die Szene, während die Sonne zaghaft durch die Wolken bricht und gegen den Dunst ankämpft, der sich hartnäckig am Berghang hält.

Blick ins Umland der Provence (Gordes)
Blick ins Umland der Provence (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Wir spazieren den steilen Hang hinauf und stehen plötzlich in der Sonne, die den Herbsttag dann doch schnell mit einer erstaunlichen Wärme füllt.

Das Dorf ist klein. Es gibt ein paar enge Gassen in alle Richtungen, einen kleinen Marktplatz, eine Kirche, ein Kloster und eine Burg.

Letztere entstand jedoch erst im 11. Jahrhundert. Erste Befestigungen gab es hier jedoch schon zu römischer Zeit.

Katzen und Geschäfte…(Gordes)
Katzen und Geschäfte…(Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Landwirtschaft ernährte das Dorf in der Vergangenheit. Noch heute sieht man überall Olivenhaine, aber auch Mandel- und Feigenbäume. Später lockte die pittoreske Szenerie verschiede Künstler an, wie zum Beispiel Marc Chagall. Heute lebt es wohl hauptsächlich vom Tourismus.

Apropos Kunst: Besonders auffällig sind die vielen Katzenbilder, die auf den farbigen Fassaden der alten Häuser zu finden sind!

Es gibt viele Katzenbilder an den Fassaden (Gordes)
Es gibt viele Katzenbilder an den Fassaden (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Wir glauben dass hier auch zahlreiche wohlhabende Franzosen ihre Ferienunterkunft haben, denn wir haben viele wunderschöne moderne und hochwertige Häuser im klassischen Stil der Provence bewundert.

Damals baute man mit dem was reichlich vorhanden war und ind er Provence sind das grobe Steine in gelblichen und rötlichen Erdfarben. Die werden auch heute noch verwendet und so erhält das uralte Dorf seinen Stil auf wunderbare Weise.

Typisches provencalisches Haus in Gordes
Typisches provencalisches Haus in Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Die kleinen steilen Gassen sind schnell erkundet. Es gibt ein paar schöne Boutiquen, Kunstgalerien und Geschäfte, wo Spezialitäten der Region angeboten werden.

Luftgetrocknete Schinken hängen in einem Laden von der Decke. Eine Boulangerie lockt mit schönsten Leckereien und vor einem anderen Geschäft finden wir den würzigen Honig der Provence.

Noch mehr Katzen - und Honig der Provence
Noch mehr Katzen – und Honig der Provence (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Wir versuchen einen anderen weg zurück, laufen einen steilen und langen Umweg und landen am Ende doch wieder auf der Hauptstraße. Der Umweg hat sich aber gelohnt. Zum einen ist das Kapitel „Sport“ für heute damit gut abgedeckt und anderen war es einfach nur schön!

Ruhe im Dorf (Gordes)
Ruhe im Dorf (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Auch der Blick vom erhöhten Dorf aus in die Umgebung ist wunderschön. Wie ein bunter Flickenteppich liegen Weinberge, Olivenhaine, Wiesen und kleine Äcker vor uns. In der Ferne ein paar Bauernhöfe und immer wieder schlanke Zypressen, die dem Bild eine besondere Note verleihen.

Es wird Mittag und das kleine Dorf füllt sich Zusehens. Ich mache noch ein par Fotos und dann schauen wir, dass wir den Berg wieder hinunterkommen. War aber schon cool!

Schmale Gassen und Treppen (Gordes)
Schmale Gassen und Treppen (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)




Hilfreiche Links zur Reiseplanung


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Häuser bei Gordes
Häuser bei Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Fazit

Wir waren schon mehrfach an der Cote d´Azur und in der Provence im Urlaub und jedes Mal hat es uns sehr gut gefallen. Wir mögen die Gegend – die Provence sogar lieber als die Cote d`Azur.

Aber wir haben über die Jahre auch mitbekommen, dass die Region immer voller wird. Besonders im Sommer. An den Stränden der Cote d`Azur ist das schon extrem, im Inland geht es noch besser.

Turm des Chateau de Gordes
Turm des Chateau de Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Aber die touristischen Highlights, wie die Parfümstadt Grasse, die übrigens wunderschön ist, kann man dann kaum noch betreten.

Auch viele andere pittoreske Dörfer und Städtchen der Provence sind dann schnell voll. Und ich meine voll, denn die kleinen Bergdörfer mit ihren schmalen Strassen haben in der Regel wenig Platz.

Blick in eine Bäckerei (Gordes)
Blick in eine Bäckerei (Gordes) (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Wir waren im Spätherbst in Gordes und waren froh früh am Morgen schon dort gewesen zu sein, denn am Mittag wurde es schon voll.

Was mit dem PKW vielleicht noch keine Problem ist, ist mit dem ein Wohnmobil dann schon richtig stressig.

In Gordes unterwegs
In Gordes unterwegs (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Unser Tipp für die Provence: Im Frühjahr und Herbst ist es hier schön warm, aber nicht zu heiß und es ist viel weniger los als im Sommer.

Und wenn du dann noch früh genug startest, dann kannst du Gordes und andere wunderschöne Orte der Provence ganz in Ruhe genießen!

Katze und Boutique in Gordes
Katze und Boutique in Gordes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)





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Bildnachweis Titelbild: Das Dorf Gordes in der Provence (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

Uli Verfasst von:

Hallo und schön, dass du hier bist! Wir (meine Familie und ich) haben unseren Zweitwohnsitz in Irland und haben dort mehrere Jahre lang eine Motorradvermietung betrieben. In der Zeit ist dieser Blog entstanden, zunächst nur mit Artikeln über Irland. Inzwischen wächst er immer weiter: Wales, Schottland, England, Frankreich und weitere europäische Länder werden folgen. Was mir dabei besonders wichtig ist: Echte Informationen und Erfahrungen von echten Menschen, die wirklich an dem Ort gewesen sind. Mit ChatGPT, Perplexity oder der Google KI kannst du dir Listen von Sehenswürdigkeiten und Must-See-Places aufzeigen lassen - ist ja erstmal ok. Die Informationen kommen dann meist von den Seiten der Tourismusanbieter der jeweiligen Orte. Viele dieser Orte sind dann aber tatsächlich völlig überrannt, überfüllt oder sonst wie nervig. Andere, wirklich schöne Orte, werden gar nicht genannt. Wir machen das hier anders: Ich sage dir wo wir waren, welche unbekannteren Orte schön sind (auch ohne viel Marketing) und welche super bekannten Orte tatsächlich schön sind (trotz viel Marketing). Und ich werde nicht einen "Must-See-Place" in schillernden Farben bewerben, wenn er gar nicht toll war. In diesem Sinne - viel Spaß beim Lesen! Dein Ulrich Knüppel-Gertberg