Donegal Town: Der Nordwesten ist cool!

Ist das eine „angemessene“ Ausdrucksweise für einen seriösen Reiseblog? Ist eigentlich egal, denn erstens ist das mein Blog (und ich rede so) und zweitens ist der Nordwesten Irlands wirklich „cool“. Das trifft auch für die Stadt Donegal zu….

An der Olde Castle Bar
An der Olde Castle Bar (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Intro und Reisebericht

Wir sind zum wiederholten Mal in Donegal. Der Stadt Donegal, und auch dem gleichnamigen County Donegal. Aber in diesem Artikel geht es um die kleine Stadt, die dem gleichnamigen County ihren Namen gegeben hat.

Häuser am Fluss
Häuser am Fluss (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Sie ist nichtmal Verwaltungssitz des County Donegal, das ist Letterkenny. Aber sie ist touristisch interessanter als Letterkenny. Warum? Weil sie super hübsch ist, weil sie ein kleines Castle hat, weil sie am Meer liegt, weil sie gemütlich ist und gleichzeitig weltoffen.

Diese Offenheit beschert ihr auch einen gewissen Tourismus, aber da die kleine Stadt überschaubar groß ist, bleibt auch der Tourismus überschaubar.

Donegal Castle
Donegal Castle (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Am Hafen gibt es einen großzügigen Parkplatz. Es gibt auch Stellplätze, wo Wohnmobile übernachten dürfen. Tagsüber ist es dort recht „busy“, weil auch die Reisebusse dort parken.

Aber nachts ist es doch angenehm ruhig, so daß wir diese Möglichkeit mit unserem Wohnmobil sogar zweimal dankend annehmen. Einmal auf dem Weg in den hohen Nordwesten der Insel und den Glenveagh National Park, und nochmal auf der Rückreise.

Statue am Hafen
Statue am Hafen (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Vom Hafen aus kommen wir in ein paar Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Wer mit dem PKW anreist, findet in und um Donegal jede Menge Hotels, B&Bs und Airbnbs. Die sollte man allerdings rechtzeitig buchen denn die kleine Stadt ist bei Reisenden beliebt.

Sie ist für viele der Wendepunkt ihrer Wild-Atlantic-Way-Reise. Denn die Fahrt noch weiter hoch in den Nordwesten oder gar einmal um die irische Insel herum kostet mehr Zeit, als viele vorher denken.

Pubs in Donegal
Pubs in Donegal (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Das liegt an den schmalen Straßen, aber auch an den vielen schönen Halbinseln, die man an der irischen Westküste besuchen kann.

Viele kleine Umwege kosten viel Zeit. Aber es ist so viel schöner einen Teil der Insel intensiv zu erkunden, als die Insel auf den Haupt-Verkehrsstraßen abzugrasen und die schönsten Ecken gar nicht zu sehen.

Im Donegal Town Centre
Im Donegal Town Centre (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Donegal ist also von Dublin aus die erste Station oder die letzte Station vor Dublin für viele Reisende am Wild Atlantic Way. Und sie bietet sich auch sehr dafür an, denn sie ist nochmal ein kleines Highlight.

Ignorieren wir mal die vielen bunten Pubs und die Souvenirgeschäfte und wandern ganz gemütlich umher: Am äußersten Ende des Hafens wartet schon ein Ort, den ich auch jetzt erst entdeckt habe: Die Old Donegal Abbey.

Blick vom Abbey Graveyard auf die Bucht von Donegal
Blick vom Abbey Graveyard auf die Bucht von Donegal (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Die Franziskaner-Abtei aus dem 15. Jahrhundert ist zwar heute nur noch eine Ruine, aber die Lage ist einmalig: Stoisch blicken die alten Mauern über die wunderschöne Mündung des River Eske in die Donegal Bay.

Auf dem alten Friedhof der Abbey finden sich viele schöne Keltenkreuze und an den Ufern der Bucht sind einzelne Cottages und Einfamilienhäuser zu sehen. Was für eine Wohnlage!

Grabsteine an der Abbey
Grabsteine an der Abbey (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Ich genieße den Blick noch eine Weile und ziehe dann weiter. Einmal durch die Innenstadt, über den Zentralen Platz mit seinem dreieckigen (!!!) Grundriss, vorbei am Donegal Castle und wieder zum River Eske. Dieser umströmt die alte Innenstadt in einem Halbkreis, bevor er in die Donegal Bay mündet.

Am Fluß ist es angenehm ruhig. Das Treiben der Innenstadt liegt hinter mir. Ich erblicke den großen Turm und ein paar Zinnen der Burg über dem Fluß.

Am River Eske
(Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Bunte Häuser an kurvigen Straßen folgen den Windungen des Gewässers und ich folge der kleinen Straße. Eine kleine Brücke, eine kleine Kirche auf der einen Seite, zwei weitere Kirchen und weitere Brücken auf der anderen Seite.

Hier kann man auf jeden Fall eine Weile spazieren gehen, für sich sein und die Eindrücke wirken lassen. Zu lange wird aber zu langweilig, also weiter: Noch ein kleines Highlight, dass ich jetzt erst entdeckt habe, ist das Railway Museum.

Im Railway Museum
Im Railway Museum (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Kleine Schmalspurbahnen versorgten einst die kleinen Städte auf dem Land und ihre Menschen. Ein paar dieser Schmuckstücke kann man im liebevoll gemachten Museum besichtigen. Es ist nur ein paar Gehminuten vom Fluß entfernt und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Nach diesem eher ruhigen Intro wandere ich noch rund ums Castle, sehe mir die Kirche und die schönen alten Gebäude in dieser Ecke an. Die Olde Castle Bar ist auf jeden Fall ein Hingucker!

Olde Castle Bar
Olde Castle Bar (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



In einer kleinen Nebengasse finde ich einen zauberhaften Coffeeshop, wo ich ein gutes Lunch und natürlich einen guten Kaffee finde. Beide sind nötig, denn die Sonne scheint warm heute und mein Kreislauf braucht ein bisschen Unterstützung.

Am dreieckigen Platz finde ich noch ein wunderbares Eis und sogar einen schattigen Sitzplatz. Das bunte Leben tanzt an mir vorbei und ich bin einfach nur zufrieden.

Am Railway Heritage Museum
Am Railway Heritage Museum (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Doch die friedliche Szenerie trügt, denn freche Möwen haben es auf meine Eiswaffel abgesehen und warten nur auf einen unvorsichtigen Moment um sie zu entführen!

Gute 5 Minuten höchster Wachsamkeit später ist die Gefahr gebannt. Warum ich die Möwen nicht füttere? Das sind so viele und wenn eine was bekommt, wollen 20 weitere auch noch was – totales Chaos!

Wie meistens, tut sich meine Frau meine Foto-Walks nicht an, sondern geht derweil ihrer eigenen Wege. Genauso zufrieden wie ich kommt sie wieder zurück und wir sind uns einig: Wir kommen mal wieder, Donegal Town ist einfach cool!

Lokomotive am Railway Museum
Lokomotive am Railway Museum (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Hilfreiche Links für die Reiseplanung

Hier habe ich noch ein paar sehr schöne Tipps für dich, wenn du dich weiter zu Irland oder Nordirland einlesen möchtest, oder auch nach einer entsprechenden Geschenk-Idee für Freunde oder Verwandte suchst. Dies sind Empfehlungs-Links für Produkte bei Amazon – siehe auch Transparenz.


Roadtrips Irland: Unvergessliche Traumrouten für den perfekten Urlaub mit Auto, Camper und Motorrad.

Unterwegs in Irland: Das Große Reisebuch (Kunth unterwegs).

Wanderlust Großbritannien & Irland: Unterwegs auf den Britischen Inseln

Irland. Das Kochbuch. Viele leckere, irische Gerichte zum nachkochen findest du in diesem tollen Kochbuch.

Paddy´s Speis´ und Trank ist ein kulinarisch-literarische Reise durch Irland. Ein sehr spezielles Buch!

Glenkill – ein Schafskrimi: Ein Bestseller von Leonnie Swann – beste Abend-Lektüre vor und auf der Irlandreise!

Fotobuch Wild Atlantic Way von Stefan Schnebelt. Das richtige Buch um zuhause von der nächsten Irlandreise zu träumen!

Mit dem Kühlschrank durch Irland: Witziger Roman nach einer wahren Geschichte.


Vielen Dank für deine Unterstützung dieses kleinen Reiseblogs – und viel Spaß beim Lesen!

Kirche am Fluss
Kirche am Fluss (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Fazit

Ich kann nicht nur das Städtchen Donegal sehr empfehlen, sondern auch das County Donegal. Diese Region im äußersten Nordwesten der irischen Insel ist wunderschön und grenzt an Nordirland an, das auch viele tolle Landschaften und Städtchen zu bieten hat.

Nur ein Stückchen westlichen der Stadt findest du die Cliffs of Slieve League. Das sind die höchsten Klippen Irlands, sie sind doch höher als die viel bekannteren Cliffs of Moher.

Am Donegal Castle
Am Donegal Castle (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Noch ein Stücken weiter im Westen liegt das schöne Dorf Glencolumbcille. Die Landschaften dort sind überwältigend schön und es gibt ein sehr schönes kleines Freilicht-Museum, das du dir unbedingt ansehen solltest, das Folk Museum.

Im Osten der Stadt liegt der Lough Eske, ein wunderschön von bergen eingerahmter See, wo man auch sehr schöne Übernachtungsmöglichkeiten findet.

Unterwegs in Donegal Town
Unterwegs in Donegal Town (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Die Küsten im Norden des County Donegal gehören für meinen Geschmack zu den schönsten, die die Insel zu bieten hat und das heisst eine Menge! Azurblaues Wasser trifft auf weissen Sandstrand – man glaubt in der Karibik zu sein.

Und für Wanderer ist der Glenveagh National Park ein Traum. Im National Park Visitor Centre erfährt man alles über die Bergregion, die doch stark an schottische Berge erinnert.

Kirche am River Corrib
Kirche am River Corrib (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Mitten im Glenveagh National Park, am schönen Lough Beagh gelegen, findest du das Glenveagh Castle, ein wunderschönes Wohnschloss mit traumhaften Gärten!

Und wenn du den Nordwesten einfach nur auf eigene Faust erkundest, machst du auch nichts falsch, denn Donegal ist einfach cool! Das gilt übrigens für beide: Donegal Town und Donegal County…



Weitere interessante Artikel für dich


GLENVEAGH CASTLE: EIN TRAUM IM NIRGENDWO…


SLIEVE LEAGUE: AN DEN HÖCHSTEN KLIPPEN IRLANDS – IM WILDEN NORDWESTEN IRLANDS


FANAD HEAD LIGHTHOUSE UND FANAD PENINSULA: WILDROMANTISCHE KÜSTEN IM HOHEN NORDEN VON IRLAND


SLIGO: ANSEHEN ODER WEITERFAHREN..?


Bildnachweis Titelbild: Im Hafen von Donegal Town (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

Uli Verfasst von:

Hallo und schön, dass du hier bist! Wir (meine Familie und ich) haben unseren Zweitwohnsitz in Irland und haben dort mehrere Jahre lang eine Motorradvermietung betrieben. In der Zeit ist dieser Blog entstanden, zunächst nur mit Artikeln über Irland. Inzwischen wächst er immer weiter: Wales, Schottland, England, Frankreich - und weitere europäische Länder werden folgen. Was mir dabei besonders wichtig ist: Echte Informationen und Erfahrungen von echten Menschen, die wirklich an dem Ort gewesen sind. Mit ChatGPT, Perplexity oder der Google KI kannst du dir Listen von Sehenswürdigkeiten und Must-See-Places aufzeigen lassen - ist ja erstmal ok. Die Informationen kommen dann meist von den Seiten der Tourismusanbieter der jeweiligen Orte. Viele dieser Orte sind in der Realität aber vielleicht tatsächlich völlig überrannt, überfüllt oder sonst wie nervig. Andere, wirklich schöne Orte, werden gar nicht genannt, weil eine KI von der anderen kopiert. Und so werden Inhalte im Internet immer wieder wiederholt. Wir machen das hier anders: Ich sage dir wo wir selbst waren, welche unbekannteren Orte schön sind (auch ohne viel Marketing) und welche super bekannten Orte tatsächlich schön sind (trotz viel Marketing). Also echte Erfahrungen, von echten Menschen und ganz ohne KI. In diesem Sinne - viel Spaß beim Lesen! Dein Ulrich Knüppel-Gertberg