56 Tipps zur Planung einer unvergesslichen Motorradreise nach Irland!

Last updated on 6. Februar 2024

Du willst also nach Irland für eine Motorradreise?

Tolle Idee!

Nein, keine Sorge – Regen ist kein größeres Thema als in Deutschland.

Inhalt (Zeile anklicken um zum jeweiligen Abschnitt zu springen)

Kleiner Fischerhafen in Ballyhack
Kleiner Fischerhafen in Ballyhack (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

Woher ich das weiß? Wir betreiben eine Motorradvermietung in Irland und ich fahre praktisch ganzjährig (fast – Januar und Februar sind doch zu kalt). Ach so ja, falls du ein Mietmotorrad und ggf. auch eine Tourbeschreibung brauchst, schau doch mal auf unsere homepage vorbei: www.easycruiser.tours. Wir bieten auch Übernachtung in schönen Gästezimmern an (www.the-view-accommodation.ie).

So, nachdem wir die Formalitäten schon erledigt haben, nun zum Thema – wie planst Du eine Motorradreise nach Irland?

Nachfolgend findest du meine 56 heißen Tipps für einen wunderschönen Motorradurlaub:

1. Beste Jahreszeit – Klima, Wetter, Verkehr

Da es in Irland kaum wirklich kalt wird, kann man fast das ganze Jahr über fahren. In den Monaten Januar bis März ist es aber in der Regel recht kühl. Die meisten Iren fahren von etwa April bis kurz vor Weihnachten.

Motorrad-Touristen besuchen Irland im Allgemeinen in den Monaten Mai bis September. In dieser Zeit sind die Temperaturen am wärmsten und die Niederschläge am geringsten.

Eigen-Werbung für Easycruiser.tours
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2. Helm – welcher ist der beste für Irland

Im Prinzip funktioniert jeder Helm mit ECE Zulassung auch in Irland. Wer einen Jethelm benutzt, sollte ein Visier haben, das möglichst das ganze Gesicht abdeckt, sonst kann es bei Regen doch mal ungemütlich werden.

Der Klapphelm ist hat sich bei Motorradreisen sehr bewährt und auch Reiseenduro-Helme mit Visier und Sonnenschirm sind eine sehr gute Wahl.

3. Welcher Motorradanzug ist zu empfehlen?

In den Sommermonaten geht fast alles – Textilanzug mit guter Lüftung, Lederjacke und Motorradjeans oder textiler Sommeranzug.

Im Frühjahr und Herbst ist ein normaler Textilanzug mit herausnehmbarem Futter die bessere Wahl.

Wer keinen zuverlässig wasserdichten Anzug hat, sollte auf jeden Fall eine separate Regenkombi im Gepäck haben – ganz nach dem Motto „Haben ist besser als Brauchen“.

Wie in Deutschland eben auch.

4. Motorrad- Stiefel – oft unterschätzt

Ich habe Regenüberzieher für Motorradstiefel ausprobiert und bin wenig begeistert davon. Gute wasserdichte Motorradstiefel sind teuer, aber du wirst viel Freude daran haben.

5. Motorrad-Handschuhe

Ich habe meist zwei paar Handschuhe auf Tour dabei: Ein paar dünne atmungsaktive Handschuhe und ein paar gefütterte mit wasserdichter Membran.

Damit kommt man bei fast jedem Wetter gut zurecht und kann auch mal wechseln, falls ein Paar nass wird.

Drombeg Stone Circle
Drombeg Stone Circle (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


6. Kleine Helferlein

Ein kalter Hals – wird ein steifer Nacken – wird ein schmerzender Nacken… Ein gutes Halstuch oder, wenn es kühl wird ein winddichter Kragen, schaffen Abhilfe. Auch ein Nierengurt sollte immer mit dabei sein.

7. Regenkombi – lieber haben als brauchen

Genau, die meisten angeblich wasserdichten Motorradanzüge halten nicht, was sie vollmundig versprechen – nämlich dicht. Und wenn, dann ist meist nach ein paar Sommern damit vorbei. Ein Regenanzug kostet nicht viel und hält dich trocken und damit warm.

8. Bestes Motorrad für Irland

In Irland sind die Straßen oft schmal und durch Hecken und Mauern eher unübersichtlich. Das Reisetempo ist damit eher langsam. Die Straßenqualität ist oft „hubbelig“ und Rollsplitt wird im Straßenbau gerne verwendet und liegen gelassen. Parkplätz am Straßenrand sind oft nur geschottert.

Alles kein Problem, wenn man ein leichtes oder mittelschweres Motorrad fährt. Du solltest mit den Füßen gut auf den Boden kommen, um leicht manövrieren oder umdrehen zu können. Eine leichte oder mittelschwere Reiseenduro ist eine sehr gute Wahl.

Aber der Cruiser oder die Sportmaschine funktionieren natürlich auch. Wenn die Straße holprig wird, und die straffe Federung den Rücken quält, kann man ja langsamer fahren.

Wer mit dicken Schiffen unterwegs ist, sollte sie allerdings gut beherrschen, vor allem bei langsamen Geschwindigkeiten, beim Umdrehen, oder schmalen Passagen.

Wenn du ein Motorrad mit über 100 PS fährst, kannst du es getrost auf 48 PS drosseln – mehr brauchst du nicht in Irland 🙂

Ja das war nur ein Scherz…

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9. Empfehlenswerte Anbauteile

Der Fuß rutscht beim rangieren, die Fuhre ist nicht zu halten. Alles nicht so schlimm, nur der Kupplungshebel ist abgebrochen….und nun?

Sturzbügel sind immer ein gute Wahl auf Reisen. Aus meiner Sicht der wichtigste, ist der Handschutzbügel. Reine Plastikschalen sind nur ein Windschutz. Im Sturzfalle schützen sie die Handhebel nicht. Ich empfehle darum Bügel aus Metall mit einer zusätzlichen Plastikschale and Wind- und Wetterschutz.

Auch empfehlenswert sind seitliche Sturzbügel, die im Falle eines Falles Motor und Tank schützen.

10. Wahl der Reifen

Die Wahl der Reifen wird natürlich stark vom Motorradtyp vorgegeben. Aber egal welches Motorrad du fährst, kannst du einen guten Reisereifen mit ausgewogener Performance auf nasser und trockener Straße wählen.

Ein etwas gröberes Profil hilft, wenn mal Rollsplit oder Schmutz die Straße rutschig machen. Wer eine Reiseenduro fährt, kann sehr gut einen 80/20 Reifen wählen.

11. Reifen-Pannenset

Ein Nagel im Reifen ist in Irland weniger selten als du vermuten könntest. Daher ist es eine gute Idee ein Reifenpannenset für Schlauchlosreifen, oder ein Reifenpannenspray für Reifen mit Schlauch dabeizuhaben.

Mamore Gap Well and Grotto
Mamore Gap Well and Grotto (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

12. Kettenpflege unterwegs

Wer mit Kardan oder Zahnriemen fährt, kann diesen Punkt überspringen. Alle Kettenfahrer, sollten ein Kettenspray dabeihaben und je nach Länge der Tour auch das nötige Werkzeug um die Kette unterwegs mal einzustellen.

13. Werkzeug unterwegs

Ein kleines Bordwerkzeug darf gerne an Bord sein: Ein paar Kabelbinder und Panzertape helfen lose Teile zu fixieren, ein paar Schlüssel für die Ketteneinstellung und den losen Spiegel sind auch praktisch unterwegs.

Was ist eigentlich, wenn der Plastikkoffer nicht mehr am Träger hält (Umfaller)? Dann helfen ein paar Spanngurte oder ein Stück Leine das gute Stück zu fixieren.

14. Gepäcksystem

Beim besten Gepäcksystem streiten sich die Gelehrten: Alukoffer, Plastikkoffer, oder Softgepäck? Nimm was du magst, alles funktioniert. Wasserdicht sollte das Gepäck sein. Falls nicht, kannst du den Inhalt auch in Foliensäcke oder günstige Packsäcke einpacken.

Mein Tipp zur Sicherheit: Viele nutzen gerne das Topcase und den Tankrucksack, aber nicht die Seitenkoffer. Aber: Koffer oder Seitentaschen schützen dein Bein und auch dein Motorrad beim Umfaller! Außerdem legt der Schwerpunkt mit Seitenkoffern oder -taschen tiefer, was sich durch mehr Stabilität im Fahrverhalten auswirkt.

Küste von Beara
Küste von Beara (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

15. Navigation – womit?

Je es gibt Smartphone-Halterungen für den Motorradlenker. Smartphones sind aber nicht gemacht für ständige Erschütterungen und Vibrationen, Starkregen und Insekten-Beschuss. Außerdem – hast du dein Smartphone mal angefasst nach 30 Minuten Navigation? Die Dinger werden heiß!!!

Ich kann ein Motorrad-Navigationsgerät mit passender Halterung nur empfehlen. Über die Halterung wird das Navi auch mit Strom versorgt und ständig geladen. Die Navis können wirklich nicht mehr als Navigation, aber dafür sind sie gemacht. Sie sind robust und wasserdicht bei allen Bedingungen einer Motorradreise.

Wer Karten liebt, kann sie natürlich mitbringen. Ich nutze sie gerne zur Reiseplanung, zusätzlich zu Google Maps, aber zur Navigation unterwegs habe ich ein Navi am Lenker.

16. Dokumente für die Einreise

Irland ist in der EU und deutsche Staatsbürger können mit dem Reisepass, oder der Personalausweis einreisen. Für das Fahrzeug muss natürlich der Fahrzeugschein mitgeführt werden und der gültige Führerschein. Der deutsche Führerschein genügt, ein Internationaler Führerschein ist nicht nötig.

Wer nach Nordirland möchte, muss den Reisepass mitführen, den Nordirland gehört zu Großbritannien und ist seit dem Brexit nicht mehr in der EU.

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17. Motorradversicherung

Prüfe vor Reiseantritt, ob deine deutsche Motorradversicherung Reisen in die von dir besuchten Länder abdeckt. Dazu gehören dann je nach Reiseroute auch die Transitländer.

Hilfreich ist auch ein Auslandsschutzbrief, wie ihn z.B. der ADAC anbietet. Einen solchen kannst du auch vor der Reise noch abschließen.

Wenn du ein Motorrad in Irland mietest, achte auf die Mietbedingungen, die Höhe der Kaution und die Art der Versicherung, die du abschliesst. Oft ist nur eine Haftpflicht und du musst für eine Vollkasko zusätzlich zahlen. Bei unserer Motorradvermietung ist die Vollkasko-Versicherung inklusive – schau doch mal rein: www.easycruiser.tours.

18. Reiseversicherungen

Wer schonmal einen teuer gebuchten Urlaub kurzfristig absagen musste, weiss sie zu schätzen – die Reiserücktrittversicherung. Je nach Umfang sind auch eine Auslandskrankenschutz, eine Unfallversicherung und eine Reiserückholung im Reisversicherungspaket enthalten.

Viele Versicherungen bieten solche Reiseversicherungen an, schau dich einfach mal um.

Historischer Pub im Städtchen Donegal
Historischer Pub im Städtchen Donegal (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

19. Währung, Geld und Karten

Irland ist in der EU und die Währung ist der Euro. Deutsche Debit- und Kreditkarten funktionieren in der Regel problemlos. Bargeld gibt es am ATM Automaten bei jeder BAnk, oder auch als Cash-back beim Einkaufen im Supermarkt und vielen anderen Geschäften.

Nordirland gehört zu Großbritannien und die Währung ist das Pfund. Geldkarten funktionieren dort auch im Hotel, im Supermarkt oder beim Tanken und am ATM.

20. Strom, Ladegeräte und Adapter

Irland und Nordirland haben 230V Wechselstrom, damit kann man deutsche Elektrogeräte dort problemlos verwenden. Der Stecker ist allerdings der dreipolige englische Stecker. Adapter gibt es daheim beim Media Markt, bei Amazon, am Flughafen, oder auch bei einigen Hardware Stores in Irland.

21. Erlaubte Geschwindigkeiten

In Irland gelten folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen:

Ortschaften50 km/h
Locale und Regionale Landstraßen (L,R)80 km/h
Nationalstraßen (N)100 km/h
Autobahnen (M)120 km/h

In Nordirland, wie auch im übrigen Großbritannien, werden die Geschwindigkeiten in Meilen pro Stunde gemessen. Eine britische Landmeile entspricht 1,60934 Kilometern. In der folgenden Tabelle habe ich die Geschwindigkeiten in KM/H umgerechnet:

Ortschaften30 mph48 km/h
Landstraßen60 mph96 km/h
Highway70 mph112 km/h

22. Linksverkehr

In Irland gilt Linksverkehr, wie auch in Nordirland, England oder Schottland. Gefahren wird also auf der linken Spur, überholt wird auf der rechten Spur.

Kreisverkehre werden im Uhrzeigersinn (rechtsrum) durchfahren. Der Verkehr im Kreisel hat Vorfahrt vor dem einfahrenden Verkehr.

Wenn Bordsteine mit gelben Linien markiert sind, dann git dort Parkverbot (eine Linie) oder Halteverbot (Doppellinie).

Die Cliffs of Moher im Morgendunst
Die Cliffs of Moher im Morgendunst (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Auf die Autobahn fährt man von links auf und nach links wieder ab.

Mit dem Motorrad ist es übrigens viel einfacher links zu fahren, als mit dem Mietwagen, da alle Schalter am gewohnten Platz sind. Beim Mietwagen sitz man rechts und schaltet mit der linken Hand.

Auch fühlen sich die schmalen Straßen in Irland mit dem Auto anfangs immer zu schmal an, vor allem, wenn der in der engen Kurve entgegenkommende Trecker über die Mittellinie ragt, kann es schnell eng werden. Mit dem Motorrad hat man immer genug Platz. Wichtig ist, immer einen guten Sicherheitsabstand zur Mittellinie zu halten.

23. Anreise per Fähre über England

Wer aus Norddeutschland anreist, kann in Amsterdam oder Brügge eine Fähre nach Hull in Nordost-England nehmen. Die Fähre fährt über Nacht und du buchst eine Kabine dazu. Am nächsten Tag durchquerst du England und nimmst eine der Fähren von von Holyhead nach Dublin.

24. Anreise per Fähre über Schottland

Eine sehr schöne Alternative ist die Anreise über Südschottland nach Nordirland. Von Hull aus fährst du nach Cairnryan. Dort nimmst du entweder die Fähre nach Larne, oder die nach Belfast.. Das ist auch die kürzeste Verbindung zwischen den Inseln.

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25. Anreise per Fähre über Frankreich

Für Anreisende aus Süddeutschland oder dem Alpenraum, bietet es sich an, in die französische Normandie zu fahren. Dabei würde ich nicht durch Paris fahren, sondern über Amiens und LeHavre.

Die Fahrt ist lang, aber die nordfranzösischen Autobahnen sind meist nicht zu voll und gut zu fahren. Von Cherbourg nimmst du eine der Übernacht-Fähren nach Rosslare oder Dublin.

26. Anreise per Flugzeug

Das ist sicher die günstigste und schnellste Variante. Von vielen deutschen Flughäfen findest du günstige Flüge, die nach kaum mehr als 2 Stunden in Dublin landen.

27. Motorrad mieten in Irland

In Irland und Nordirland kann man bei folgenden Anbietern ein Motorrad mieten:

Webadresse:Ort:Angebot:
www.easycruiser.toursBallinagilky, südlich von DublinBMW, Honda
www.celticrider.ieNaas, südwestlich von DublinBMW, Can-Am
www.lemonrockbiketours.comTrim, nordwestlich von DublinBMW, Suzuki, HD
www.flyrideireland.comLisburn, westlich von Belfast, NordirlandHonda
www.retroventuresireland.comSüdwestlich von Limerick (Flughafen Shannon)Royal Enfield

28. Strassenverhältnisse in Irland

In Irland sind die Autobahnen (Motorway, M) meist hervorragend – aber langweilig zu fahren. Es gibt auch nicht sehr viele und die meisten führen sternförmig nach Dublin.

National Roads (N) entsprechen in etwa deutschen Landstraßen. Sie sind in der Regel gut zu fahren und verbinden die kleineren Städte untereinander.

Die landschaftlich schönsten Straßen sind meist Regional Roads (R) oder Local Roads (L). Sie sind oft schmal, gesäumt von Hecken oder Mauern und oft „bumpy“, also uneben. Der Straßenbelag ist mal gut und mal nicht. Im Straßenbau wird gerne Rollsplit verwendet, der dann ewig liegenbleibt die Landwirtschaft trägt auch mal Matsch auf die Straße. Hier hilft nur langsam und vorsichtig zu fahren.

29. Wieviel Strecke schafft man?

Wegen der Straßenverhältnisse sind die durchschnittlichen Reisegeschwindigkeiten deutlich geringer als die meisten Motorradfahrer vermuten würden. Unsere Gäste (Motorradvermietung: www.easycruiser.tours) fahren im Schnitte kaum 250 Kilometer pro Tag. Auch mal mehr – aber auch mal weniger.

Die herrliche Landschaft vor allem am Wild Atlantic Way bremst einen natürlich auch – wenn man ständig Fotos machen muss, kommt man kaum weiter :-).

30. Dublin

Es macht ganz viel Sinn am Ende der Reise noch eine Nacht in Dublin einzulegen. Das Zentrum liegt mehr oder weniger rund um Templebar, ist natürlich touristisch, aber auch wirklich nett zu besichtigen mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem munteren Nachtleben.

Warum am Ende der Tour? Damit du deine Einkäufe nicht die ganze Zeit spazieren fahren musst!

Motorrad und Uli am Hook Lighthouse
Motorrad und Uli am Hook Lighthouse (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

31. Irland`s Ancient East

Irland hat eine reiche und turbulente Geschichte. Besonders reich und turbulent war sie im Osten des Landes, in einem weitem Bogen rund um Dublin, den sogenannten Pale. Hier findest du jede Menge Schlösser und Herrenhäuser mit wundervollen Parkanlagen, alte Schlachtfelder, mittelalterliche Klöster und keltische heilige Stätten.

32. Ireland`s Sunny South East

Im Südosten Irlands gibt es den wenigsten Niederschlag und die höchsten Temperaturen in Irland. Südlich von Dublin erstrecken sich über 70km herrlichster Sandstrände bis nach Wexford. Hier machen die Dubliner Familien mit ihren Kindern im Sommer gerne Badeurlaub. Ich gebe zu, der Wild Atlantic Way ist spektakulärer, aber auch die Küsten von Wicklow, über Wexford bis nach Waterford haben ihre Reize.

33. Der südliche Wild Atlantic Way

Kinsale, südlich von Cork, ist der südliche Ausgangspunkt des 2500km langen Wild Atlantic Way. Von hier aus folgst du der Küste bis nach Baltimore und Mizen Head im Südwesten und bekommst schon einen ersten Eindruck vom rauhen Atlantik.

Wirklich schön wird es dann bei den Halbinseln des Südwestens, Beara, Iveragh und Dingle. Über die Cliffs von Moher und den Burren kommst du dann nach Galway und hast etwa den halben WAW gefahren. Dafür solltest Du eine gute Woche einplanen.

34. Der nördliche Wild Atlantic Way

Von Galway aus, durch Connemara und Mayo geht es nach Westport, dann über Achill Island und die Westküste nach Sligo und weiter nach Donegal. Über die Klippen von Slieve League kommst du zum Glenveagh National Park und an die Nordküste nach Fanad Head und Malin Head.

Dort erreichst du dann den nördlichen Ausgangspunkt des Wild Atlantic Way. Du kannst weiter durch Nordirland fahren, oder direkt in Richtung Dublin zurückfahren. Auch für den nördlichen WAW solltest du eine gute Woche Zeit einplanen.

Motorrad vor Glenmacnass Waterfall
Motorrad vor Glenmacnass Waterfall (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


35. Die Midlands

Die Mitte Irlands ist weniger spektakulär als die Westküste, aber kann auch sehr hübsch sein. Entlang des Shannon findest du viele schöne Seen und nette Orte, wie Carrick-on-Shannon.

Abseits der Touristenströme findet das ursprüngliche Irland seinen Raum: Hübsche Städtchen, rollende Hügel und kleine kurvige Straßen machen die Fahrt durchs Hinterland kurzweilig.

36. Nordirland

Nordirland ist auch einen Umweg wert: Die Städte Londonderry und Belfast sind durchaus interessant zu besichtigen und der Causeway und vor allem die North Antrim Coastal Road sind landschaftlich schön zu fahren.

37. Übernachtungen – welche Möglichkeiten?

Auf den Inseln ist das traditionelle B&B eine schöne Form zu Übernachten. Oft plüschig ausgestattet und mit Liebe geführt, sind B&Bs sicher persönlicher als Hotels. Hier wird man üppig bekocht (zum Frühstück!!!) und bekommt viele gute Ratschläge und Tipps von den engagierten Besitzern. Ansonsten gibt es auch Hotels, Homestays, Hostels und Campingplätze aller Art.

38. Übernachtungen buchen

Mit einer Buchungs-App, wie booking.com oder airbnb.com ist man gut gerüstet für die Buchungen. In den Sommermonaten kann es an der Küste voll werden, dann sollte man auf jeden Fall die Übernachtungen vorbuchen.

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39. Sehenswert: Irische Castles

Jedes Dorf hat ein Castle – nicht ganz, aber es gibt sehr viele. Oft ist das Castle nur ein verfallener viereckiger Turm, und manchmal ist es eine Trutzburg oder ein Prunkschlößchen. Es lohnt sich auf jeden Fall mal ein oder zwei Castles unterwegs anzuschauen. Du kannst ja folgende Tipps online recherchieren: Bunratty Castle, Cahir Caste, Kilkenny Castle, Blarney Castle, King John`s Castle, und Cashel Rock.

40. Bunte Städtchen

In Irlands kleinen Städtchen sind die Eingänge der Geschäfte gerne mit geschnitzten Holzrahmen verziert, die auch oft bunt angemalt werden. Auch die Häuser sind oft farbenfroh bemalt

Dazu kommen Hängeampeln mit Blumen und viele Blumenbeete. Im Sommer durch eine irische Kleinstadt zu rollen ist oft ein sehr farbenfrohes Vergnügen!

41. Urige Pubs

Den Punkt muss ich wohl nicht erklären: Irische Pubs sind weltweit bekannt für ihre Gemütlichkeit, gutes Essen, gute Musik und gute Laune!

42. Irische Musik Life geniessen

Life Musik im Pub beginnt oft später am Abend, wenn der Wirt von 21:00 spricht, würde ich vor 22:00 nicht damit rechnen – aber dann geht es ab! Die Iren lieben ihre Musik und die Musiker sind mit Passion bei der Sache!

43. Kulturelles

Wer ausser dem Motorrad fahren auch kulturellen Dingen nicht abgeneigt ist, findet in Dublin eine Menge Museen, Galerien, Ausstellungen, Kunst- und Musikveranstaltungen.

Warum also nicht die Motorradreise und den anschließenden Dublin-Aufenthalt mit Museumsbesuch und einer irischen Dichterlesung oder einem Musical am Abend verbinden?

Bunte Häuser bei Eyeries
Bunte Häuser bei Eyeries (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

44. Festivals

Im Sommerhalbjahr finden überall auf der Insel zahlreiche Festivals statt. Oft sind dies landwirtschaftlich geprägte Open-Air Veranstaltungen, es gibt Pferdemärkte, Theater-Festivals, Musik-Festivals und Food Festivals, wie z.B. das berühmte Oyster-Festival im September in Galway.

45. Irish Heritage

Die Iren sind inzwischen stolz auf ihre wechselhafte Historie. Das war nicht immer so, denn bis in die 1960er Jahre gehörte das Land zu den ärmsten Ländern Europas. Mit der extrem positiven Entwicklung der letzten Jahrzehnte, wuchs auch das Selbstvertrauen und so gibt es heute viele Orte, an denen irische Geschichte wunderbar anschaulich zu erleben ist. Schöne Beispiele dafür sind das kleine wunderhübsche Museumsdorf von Glencolumbkille, der Heritage Park in Wexford, die Muckross Traditional Farms bei Killarney oder das Museumsschiff Dunbrody in New Ross.

46. Sportliche Aktivitäten

Du kannst nur Motorrad fahren, oder auch Wellenreiten, Kite-Surfen, Tauchen, Segeln, Schwimmen,, Bergwandern, Hochseefischen, Wandern, Campen, Kanu fahren, Wanderreiten, Fahrradfahren, Mountainbiken und vieles mehr!

Bist du sportlich? Vielleicht findest Du in Irland eine schöne Aktivität um die Urlaubsreise zu verlängern.

47. Bootsfahrten

Irland ist nicht selbst nur eine große Insel, sondern es gibt auch noch zahlreiche wildromantische kleine Inselchen vor der Küste! Diese kannst du oft mit kleinen Fähren oder Ausflugsbooten besuchen.

Ein prominentes Beispiel ist Skellig Michael, das du von Portmagee aus anfahren kannst. Dort gibt es im Sommer hunderttausende von bunten Papageitauchervögeln zu bewundern und die St. Fionan`s Monastery, ein pittoreskes Kloster aus dem Mittelalter. Es diente schon als Schauplatz bei Star Wars. es gibt noch viele weitere Inseln, die du auch noch besuchen kannst.

Es gibt an der irischen Küste auch viele Wale, Delphine, Robben und weitere Meerestiere zu bewundern. Am besten geht das auf einer Whalewatching Bootsfahrt.

48. Was gibt es in Irland zu Essen?

Das traditionelle irische Essen ist kräftig und macht satt! Es gibt beste Steaks, wunderbaren Fisch, delikate Austern und Muscheln und zahlreiche kräftige Eintöpfe und Aufläufe. Anschließend noch einen der wunderbaren selbst gebackenen Desserts zum Abschluss und dann kannst du direkt ins Bett rollen!

49. Was gibt es in Irland zu Trinken?

Das dunkle, schwere Bier wird Stout genannt – neben Guiness gibt es auch noch weitere Marken. Ale ist ein helles Bier, ein Red Ale ist rötlich. Daneben gibt es auch zahlreiche Exportbiere und auch alkoholfreie Biere.

Ausserdem kannst du mehrere irische Whiskeysorten verkosten. Neben Bushmills und Tullamore Dew gibt es noch viele weitere, auch von kleineren, weniger bekannten Destillerien.

Cider ist in Deutschland weniger verbreitet, aber auf den Inseln beliebt. Es entspricht wohl am ehesten dem französischen Cidre, einem vergorenen Apfelmost.

Doe Castle im Norden von Donegal
Doe Castle im Norden von Donegal (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

50. Das Motorrad Festival in Killarney

Ja, es gibt auch ein kleines Motorradfestival in Ireland, das jedes Jahr im Juni in Killarney stattfindet. Mehr Infos findest du auf: www.irelandbikesfest.com.

51. Distinguished Gentlemens Rides

Eine besonders schöne Motorradveranstaltung ist der Distinguished Gentlemen`s Ride, der neben seinen gediegenen Kostümen auch durch seinen wohltätigen Zweck besticht. Auch in Irland findet dieser jedes Jahr statt. Termine findest du auf: www.gentlemensride.com.

52. TT auf der Isle of Man

Welcher Motorrad-Renn-Fan, möchte nicht mal auf der Isle of Man die Tourist Trophy besuchen? Aber dann musst du früh aufstehen, bzw. früh buchen. Zwei Jahre im voraus sollten Eintrittskarten, Fähre und Übernachtung mindestens gebucht sein.

54. Rennen in Nordirland? Dunlop?

Das Northwest200 Rennen in Nordirland ist ähnlich wie die Isle of Man TT ein Straßenrennen – und auch ähnlich gefährlich. Informationen findest du auf: www.northwest200.org

55. Sehenswerte Städte

Irland und Nordirland bieten etliche interessante und hübsche Städte. Du kannst dort eine Doppelübernachtung einlegen und an einem der Tage wenigstens einen kleinen Stadtbummel einlegen. Einige gute Beispiele sind: Kilkenny, Killarney, Limerick, Galway, Londonderry, Belfast und Dublin.

56. Und ein Andenken zum Schluß

Wer am letzten Tag in Dublin bummeln geht, findet sicher noch das ein oder andere typisch irische Souvenir: Keltischer Schmuck, irischer Whiskey, der Wollpullover von den Aran Inseln, ein mit irischen Motiven bedrucktes T-Shirt oder Hoody, irische Süßigkeiten oder eines der vielen Guinness-Andenken – du findest bestimmt etwas, das dich zuhause an deine wunderbare Irlandreise erinnern wird.

Eigen-Werbung für Easycruiser.tours
Eigen-Werbung für Easycruiser.tours

Fazit

So, 56 Tipps für deine Motorradreise in Irland hast du nun gelesen – fühlst du dich jetzt besser informiert?

Ich hoffe doch!

Jetzt bleibt nur noch eines zu tun – nämlich das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wenn du für deine Reise noch ein Mietmotorrad suchst, dann findest du uns hier: www.easycruiser.tours.

Wann geht es los?

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Bildnachweis Titelbild: Motorrad in kleinem Fischerhafen, Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg (www.easycruiser.tours, www.the-view-accommodation.ie, www.irland-insider.de, www.ireland-insider.com)

Uli Verfasst von:

Hallo und schön, dass du hier bist! Irland ist interessant, vielseitig und landschaftlich traumhaft! Woher ich das weiß? Ich lebe und arbeite in Irland (Zweitwohnsitz) und habe die Insel intensiv und viele Male bereist. Vielleicht kann ich dich auch neugierig machen, auf die grüne Insel im Atlantik? Viel Spaß beim Lesen! Dein Ulrich Knüppel-Gertberg