Motorrad vorbereiten für die Irlandreise – bestens präpariert und sicher unterwegs!

Last updated on 6. Februar 2024

Ja, ich kann ein Nerd sein. Vor allem, wenn es um Ausrüstung und Zubehör geht.

Ich mag es, jedes Detail meiner Ausrüstung zu durchdenken und ich liebe es dafür einkaufen zu gehen und alles auszuprobieren, was die Industrie and cleveren Lösungen für teures Geld anbietet…

Zwei Motorräder an der Westküste
Zwei Motorräder an der Westküste (Foto: Josephine Gertberg)


Einführung

Musst du das auch so machen? Nein, überhaupt nicht.

Weniger ist mehr – das gilt beim Wandern, auf Fahrradreisen und auch auf Motorradreisen. Ein Motorrad-Weltreisender (den Namen habe ich leider vergessen) hat mal gesagt:

„Ich habe mir nie gewünscht mehr Motorleistung zu haben, aber ich habe mir oft gewünscht weniger Gewicht am Motorrad zu haben“

Da komme ich auch mehr und mehr hin. Es gibt aber ein paar sinnvolle Dinge, die dir auf deiner Reise helfen werden und die will ich dir aus meiner Sicht nahebringen:

Welches Motorrad ist geeignet für eine Irlandreise?

Ein etwas älterer irischer Motorradfahrer erzählte mir, dass er unlängst mit einer Gruppe von Freunden eine Tour an den Wild Atlantic Way gemacht hat. Die meisten fuhren große Maschinen. Nur ein junger Fahrer fuhr eine kleine 125ccm Maschine – alle waren erstaunt, aber der Junge hatte überhaupt kein Problem mit der Gruppe mitzuhalten!

Ich war nicht erstaunt das zu hören.

In Irland funktioniert im Grunde jedes Motorrad und vor allem ist die Motorleistung völlig egal. Ich wiederhole nochmal, weil mir das (speziell in Deutschland) keiner glauben will:

Die Motorleistung spielt in Irland gar keine Rolle!!!

Viel wichtiger ist, dass du die bepackte Fuhre auf engen Straßen problemlos wenden kannst, einen Straßenabschnitt mit Rollsplit ohne Angst fahren kannst und sicher auf einen geschotterten Parkplatz fahren kannst – und auch wieder herunter.

Eigen-Werbung für Easycruiser.tours
Eigen-Werbung für Easycruiser.tours


Dazu solltest du mit beiden Füßen vollflächig auf dem Boden stehen können (nicht auf Zehenspitzen) und das Motorrad auch auf rutschigem Grund sicher halten können.

Wichtig ist, dass du dein Motorrad gut beherrscht und dass es für dich komfortabel ist. Ich sehe ständig Fahrer und Fahrerinnen in Irland, die zu große und zu schwere Maschinen fahren und dann in Schwierigkeiten kommen.

Woher ich das weiß? Ich betreibe eine Motorradvermietung in Irland (www.easycruiser.tours) und fahre selbst viel auf der Insel. Wir bieten auch schöne Gästezimmer an (www.the-view-accommodation.ie).


Was erwartet mein Motorrad auf der Reise? Strecke und Bedingungen

Die Landstraßen in Irland sind in der Regel sehr schmal, Kurven sind wegen Hecken und Mauern oft nicht einsehbar und der Fahrbahnbelag ist oft nicht gut. Es gibt Bodenwellen und Schlaglöcher und viel Rollsplit aus dem Straßenbau.

An der Atlantikküste gibt es immer wieder herrliche kleine Straßen, die durch die Berge führen. Oft sind sie nur einspurig und dann gibt es Ausweichbuchten für Gegenverkehr. Als Motorradfahrer muss man sich oft an den (unebenen) Straßenrand schmiegen, um einen Traktor o.ä. durchzulassen.

Wegen der Bodenwellen ist eine gute Federung sinnvoll (kleinere oder mittlere Reiseenduro), aber jedes andere Motorrad (Cruiser oder Sportler) funktioniert auch, wenn man entsprechend langsam fährt.

Aber ich brauche doch meine 150PS für die Autobahnanfahrt!!!!

Jedes Land durch das du fahren wirst hat ein Tempolimit auf der Autobahn (nur Deutschland kriegt das peinlicherweise nicht hin). Und die 120-130 km/h schafft nahezu jedes Motorrad. Die 125er vielleicht nur knapp, aber wo ist das Problem?

Motorrad oberhalb der Blessington Lakes
Motorrad oberhalb der Blessington Lakes (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Ok, genug von der ewigen Diskussion um die PS. Wenn du ein gutes Reisemotorrad suchst, vielleicht auch als 2.-Motorrad, aber nicht zu viel Geld ausgeben willst, dann findest du viele tolle gebrauchte mittelgroße Reiseenduros und Crossover-Bikes von privat zu kaufen (Ebay-Kleinanzeigen oder Mobile.de).

Oft sind das gut gewartete Garagenfahrzeuge mit guter Ausstattung und wenig Kilometern.
Heiße Tips: BMW F700GS, Honda CB500X, Suzuki VStrom650, Yamaha Tracer 700, Kawasaki Versys 650 und ähnliche Modelle…

Ist das Motorrad gut gewartet? Wartungsplan und Zusatz-Checks

Mit Anfahrt, Irlandreise und Rückfahrt wirst du ein paar tausend Kilometer unterwegs sein, sagen wir 1250km Anreise, nochmal 1250km Abreise und 3500km in Irland. Da kommen schnell 6000km zusammen.

Wann war dein letzter Ölwechsel? Ist die Bremsflüssigkeit noch gut, oder fühlen sich die Bremsen schon etwas schwammig an? Sind die Bremsbeläge noch ausreichend? Wie sehen Kette und Zahnräder aus? Kannst du die Kette schon am Zahnrad abheben?

Vielleicht macht es Sinn den nächsten Service vorzuziehen? Checke auch mal alle Lichter, Blinker, Hupe usw. wie es der Ingenieur beim TÜV tun würde. Auf die Reifen kommen wir nachher nochmal zu sprechen.

Soll ich Ersatzteile mitnehmen? Welche bekomme ich nicht vor Ort?

Irland ist eine Insel und Logistik kann eine Weile länger dauern, als wir es in deutschland gewöhnt sind.

Es gibt auch nicht Händler für jede Motorradmarke dort. Aber die großen Marken sind vertreten. Zumindest in Dublin.

Wenn du eine weniger große Motorradmarke fährst, kann es sein, dass es für dein Motorrad keine Ersatzteile in Irland gibt. In dem Fall überlege dir, was du unterwegs brauchen könntest und vielleicht willst du die ganz seltene Sicherung, Glühbirne oder Zündkerze mitnehmen (oder vorher noch erneuern).

Eigen-Werbung für The View Accommodation
Eigen-Werbung für The View Accommodation

Motorradreifen – welche wählen für die Irland-Tour?

Nun, das hat viel mit den Straßenverhältnissen zu tun: Rollsplitt, Verschmutzungen oder Schotter wirst du auf und neben der Straße in Irland öfter finden als zuhause. Darum machen in Irland stärker profilierte Reifen viel Sinn, auch wenn du nicht Offroad fährst.

Wir haben eine Motorradvermietung in Irland (www.easycruiser.tours). Wegen der beschriebenen Straßenverhältnisse statten wir alle Reiseenduros mit 80/20 Reifen aus, sobald die Originalreifen (meist Straßenreifen) abgefahren sind.

Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Mitas E08 für leichtere/mittlere Reiseenduro gemacht und mit Metzeler Karoo Street für mittlere/schwerere Reiseenduros. Die Cruiser bekommen natürlich keine Reiseenduroreifen, aber wir achten dort zumindest auf gut profilierte Reifen und tauschen sie auch sehr rechtzeitig aus.

Scrambler haben meist schon sehr passende Reifen. Wenn du einen Sporttourer oder Roadster fährst, kannst du sicher auch einen guten Regen-Touring-Reifen finden, die haben auch etwas mehr Profil.

Und wenn du 6000km vor dir hast, dann solltest du deine Reise auf jeden Fall mit neuen (oder recht neuen) Reifen starten.

Ketten, Kettenöler und Kettenschmiermittel unterwegs

Das brauche ich nicht, ich habe doch Kardan.

Auch der Kardan will gelegentlich gefettet werden – vielleicht noch vor der Reise?

Alle Kettenfahrer müssen sich aber tatsächlich mehr um ihr Motorrad kümmern.

Es gibt Vielreisende, die auf Kettenöler schwören. Diese können entweder an die Motorradbatterie oder an das Unterdrucksystem angeschlossen werden und ölen die Kette aus einem Reservoir automatisch während der Fahrt. Eventuell musst du noch eine kleine Flasche mit Öl dabeihaben, damit du das Reservoir mal nachfüllen kannst, aber das war es dann erstmal.

Wer Kettenspray benutzt, sollte eine Sprühflasche davon dabei haben. Da du im Freien sprühen willst, und der Sprühnebel nicht auf die Bremsbeläge geraten soll, prüfe die Windrichtung bevor du loslegst! Vielleicht willst du auch ein Stück Pappe mitnehmen zum unterlegen und als “Sprühnebelfang“. Pizza-Karton eignet sich auch gut – und die gibt es bei jedem Takeaway!

Der Kettensatz sollte nicht zu alt sein und du möchtest ihn vor Antritt der Reise vielleicht nochmal gründlich reinigen und abschmieren.

Den Kettendurchhang einstellen vor der Reise müssen – und noch mehrfach während der Reise. Denke daran das passende Werkzeug mitzunehmen.

Motorrad an einem Strand an der Südküste
Motorrad an einem Strand an der Südküste (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Hast du an die Batterie gedacht?

Die Batterie wird meist vergessen, macht aber doch gerne mal Schwierigkeiten. Kaum eine Fährfahrt, nach der nicht irgendein Auto oder Motorrad nicht anspringt. War das Licht an? Lief die Alarmanlage die ganze Zeit?

Die erste Frage ist mal: Wie alt ist die Batterie? Startet das Motorrad noch gut, oder willst du noch schnell eine neue einbauen? Du kannst die verbleibende Batteriekapazität auch in jeder Werkstatt testen lassen – oder vielleicht hat ein Freund einen Batterietester.

Welche Verbraucher hängen an der Batterie – Handyladekabel, GoPro-LAdekabel, Navi, Heizweste, Fernseher, Kaffeemaschine,….??? Machst du die Verbraucher zuverlässig aus, sobald der Motor aus ist?

Falls du mal Starthilfe bräuchtest – kommst du an die Batterie dran, oder brauchst du Werkzeug? Bei einigen Motorrädern ist die Batterie schwer zu erreichen, aber es gibt einen aussenliegenden Anschluss (Plus-Pol) für die Starthilfe Als Minus-Anschluss kannst du dann die Fussraste nehmen. Weisst du wie das an deinem Motorrad geht?

Wenn du mit einer Gruppe fährst, kann es Sinn machen, wenn einer von Euch einen Starthilfe-Booster einpackt. Die gibt es in jedem Baumarkt, sie kosten nicht viel und neben Batterie-Starthilfe können sie auch Handys laden, oder andere Elektronik und oft ist noch eine Taschenlampe eingebaut.

Motorradwerkzeug – wieviel mitnehmen und wann ist es zuviel?

An dieser Stelle würde ich es nicht übertreiben, denn du findest in Irland in jeder Kleinstadt eine Autowerkstatt, wo man dir für ein paar Euro gerne aushilft.

Aber ein paar Dinge machen schon Sinn mitzunehmen:

Das nötige Werkzeug zum Kette einstellen, Ein bis zwei Schlüssel für die Spiegel, ein paar Kabelbinder und Panzertape oder Isolierband um lose Teile provisorisch zu fixieren, Inbus oder Torx um den Lenker einzustellen, das nötige Werkzeug um an die Batterie zu kommen, eine kleine Zange und Schraubendreher, vielleicht ein Taschenmesser.

Das alles passt locker in eine kleine Gepäckrolle und damit soll es dann erstmal gut sein. Es gibt auch kleine Bordwerkzeugrollen fertig zu kaufen und damit hat man das meiste dann auch dabei.

Glencolumbcille Folk Village
Glencolumbcille Folk Village (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Pannenhilfe, Erste Hilfe und Warnweste

In Irland, Schottland und England sieht man viele Motorradfahrer, aber auch Fahrradfahrer oder Jogger mit Warnweste.

Besser sichtbar ist besser. In Frankreich ,müssen auch Motorradfahrer eine Warnweste dabei haben – wiegt fast nichts, nimmt kaum Platz weg – einpacken, fertig.

Ein Nagel oder eine Schraube im Reifen kommen häufiger vor als du denken magst, vor allem in Irland. ein Reifenpannenset für Schlauchlosreifen, oder ein Reifenpannenspray für Schlauchreifen helfen dir im Falle eines Falles bis zur nächsten Übernachtung oder bis zum nächsten Ort zu kommen.

Ein kleiner Kompressor mit Akku, oder mit Kabel zum Anschluß an die Batterie helfen auch enorm – in einer Gruppe, kann man die Ausstattung ja über mehrere Fahrer verteilen. Eine kleine Hand- oder Fussluftpumpe sind auch eine Alternative.

Ein 1.-Hilfe Set darf natürlich im Gepäck auch nicht fehlen!

Gepäck – als System optimieren

Hier soll es gar nicht darum gehen, ob Alukoffer, Plastikkoffer, oder Softgepäck besser sind. Das überlasse ich ganz deinem Geschmack.

Aber generell solltest du über die Gewichtsverteilung nachdenken. Wenn du alles Gepäck oben und hinten auflädst, dann wird das Vorderrad sehr leicht, das Hinterrad sehr schwer und der Schwerpunkt liegt sehr hoch. Noch schlimmer mit Sozius/Sozia. Die Fuhre wird dann sehr wackelig und instabil!

Besser: Gewicht gleichmäßig verteilen, so tief wie möglich und so zentral wie möglich, dann bleibt das Motorrad auch im beladenen Zustand recht stabil und viel leichter zu manövrieren.

Schon deswegen machen Seitenkoffer oder Seitentaschen sehr viel Sinn. Wenn du mit Sozia fährst, macht auch ein Tankrucksack sehr viel Sinn, aber lade keine Tasche auf das Topcase obenauf – das bringt das Gewicht zu weit nach hinten und zu hoch.

Beim Packen lade alles schweren Dinge (Werkzeug,…) möglichst tief und die leichten Dinge nach oben. Der linke und der rechte Seitenkoffer sollten am Ende ähnlich schwer sein, dann hast du schon viel richtig gemacht.

Eigen-Werbung für Easycruiser.tours
Eigen-Werbung für Easycruiser.tours

Brauchst du eine Windschutzscheibe?

Wenn du stundenlang auf der Autobahn anreisen möchtest und dein Motorrad keinen Windschutz hat, kannst du vor der Reise auch noch eine Windschutzscheibe anbringen. Die gibt es in vielen Formen und Größen im Zubehör.

Wegen der Höhe empfehle ich die Scheibe entweder bis zum, Brustbein, oder bis zum Kinn. Du willst nicht durch die Scheibe schauen, denn Fliegen oder Regen werden die Sicht unmöglich machen. Wenn die Scheibe brusthoch ist, dann wirft sie womöglich Luftwirbel direkt auf den Helm (deswegen tiefer oder höher).

Stundenlange Luftschläge auf den Helm sind aber schlechter und unangenehmer als kein Windschutz. Wenn deine Scheibenhöhe nicht passt, kannst du einen verstellbaren Spoiler obendrauf schrauben oder klemmen, das hilft auch.

Sturzbügel und Handhebel-Schutz

Die Schwerkraft wirkt zuverlässig, auch im Urlaub! Bei dem harmlosen Umfaller bricht dann der Bremshebel ab, oder der Kupplungshebel, und schon wird aus einem kleinen Problem ein Showstopper!

Viele – auch sehr teure- Reiseenduros werden heute mit Plastikhandschalen ausgeliefert – die Dinger taugen nur als Windschutz, Beim Sturz gehen sie kaputt und die Handhebel biegen oder brechen trotzdem!

Es macht ganz viel Sinn Handschutzbügel aus stabilem Metall anzubringen, ggf. auch mit Plastikhandschützern davor. Letztere halten die Hände warm und trocken.

Wenn du ein Motorrad hast, für das Handschutzbügel keine Option sind, dann gibt es spezielle Handhebel mit Gelenk zum Austauschen. Die klappen beim Sturz zur Seite und bleiben dadurch in den meisten Fällen heile.

Oder es gibt Lenkerenden-Schutzbügel. Das sind halbe Bügel, die nur an einem Punkt, am Lenkerende verschraubt werden und gerade das Handhebel-Ende schützen.

Seitliche Sturzbügel am Motorrad, die Motor und Tank schützen, sind auch eine gute Investition.

Cushendun an der North Antrim Coastal Route
Cushendun an der North Antrim Coastal Route (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Fähre fahren – ein paar Tipps

Es wird feucht, salzig und rutschig auf der Fähre. Vor allem beim Einfahren und Ausfahren solltest du langsam und vorsichtig vorgehen. Nicht ruckartig Gas geben und nicht ruckartig bremsen oder lenken, der Stahlboden könnte glatt sein.

Die Motorräder werden meist gegen eine Wand oder Bordsteinkante geparkt und auf dem Seitenständer abgestellt. Achte darauf, dass sich das links eingeschlagene Vorderrad fest gegen das vordere Hindernis abstützt. Mache das Lenkerschloss rein, damit das Vorderrad auch so stehen bleibt. Lass den 1. Gang eingelegt, damit das Hinterrad nicht rollt.

In der Regel wird ein breiter bereitliegender Spanngurt über den Sitz gelegt. Es gibt Polster oder Teppichstücke, die du unterlegen kannst, damit der Spanngurt den Sitz nicht beschädigt. Der Gurt wird links und rechts neben dem Motorrad in Boden-Ösen eingehakt und gespannt. Lass dir von anderen Bikern oder von der Bordcrew helfen.

Manchmal kommen noch Gummikeile unter die Räder und ggf. unter den Motorblock um Wippen zu vermeiden.

Du kannst ein kurzes Stück Klettband oder Spanngurt mitbringen und damit den Handbremshebel fixieren.

Wenn du auf die Nummer keine Lust hast, kannst du alternativ auch einen schnellen und günstigen Flug nach Dublin nehmen und bei uns ein Motorrad mieten: www.easycruiser.tours.

Motorrad und Fahrerin an der Südküste von Beara
Motorrad und Fahrerin an der Südküste von Beara (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Zurück von der Reise – abschließende Wartung

Irland ist eine Insel. Du wirst mit der Fähre anreisen und etliche Küstenabschnitte fahren, vielleicht sogar den ganzen Wild Atlantic Way. Auf dem Rückweg dann auch nochmal.

Dein Motorrad wird mehr oder weniger viel Salz abbekommen, denn die Luft am Meer ist immer salzig.

Salz fördert Rost an allen offenen Metallteilen. Bremsscheiben, Abplatzer an Chromteilen, Schraubenköpfe, Speichen-Schraubnippel – du wirst viele Teile finden die schneller rosten werden als sonst.

Nach der Tour macht es daher Sinn das Motorrad intensiv zu “baden“, mit dem Gartenschlauch, oder einem auf “mild“ eingestellten Hochdruckreiniger. Gehe in alle Ritzen, auch unter dem Motorrad, aber pass auf, dass du nicht direkt auf die Radlager oder das Schwingen-Lager draufhältst.

Gründlich shampoonieren, mit einem weichen Tuch nachputzen und dann ordentlich mit klarem Wasser abspülen.

Nach soviel Wasser möchtest du sicher die Kette reinigen und ölen und kritische Metallteile mit einem Pflegeöl nachbehandeln.

Eigen-Werbung für Easycruiser.tours
Eigen-Werbung für Easycruiser.tours

Vielleicht schaust du auch mal über die Reifen, die Bremsbeläge und alle Lichter um festzustellen ob während der Reise irgendwelche “Baustellen“ aufgetreten sind.

Dein Schätzchen wird es dir danken und dich gerne wieder auf deine nächste Reise begleiten – gerne nochmal nach Irland, weil es da so schön war! 🙂

Und wenn du doch lieber ein liebevoll gepflegtes Motorrad mieten möchtest, dann findest du unsere Motorradvermietung hier: www.easycruiser.tours.

Viel Spaß und gute Fahrt!

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Bildnachweis Titelbild: Motorrad an einer Bucht im Norden Irlands, Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg (www.easycruiser.tours, www.the-view-accommodation.ie, www.irland-insider.de, www.ireland-insider.com)

Uli Verfasst von:

Hallo und schön, dass du hier bist! Irland ist interessant, vielseitig und landschaftlich traumhaft! Woher ich das weiß? Ich lebe und arbeite in Irland (Zweitwohnsitz) und habe die Insel intensiv und viele Male bereist. Vielleicht kann ich dich auch neugierig machen, auf die grüne Insel im Atlantik? Viel Spaß beim Lesen! Dein Ulrich Knüppel-Gertberg