Irlands Wild Atlantic Way – Teil 8, Beara Peninsula: Weniger bekannt aber mega schön

Sie ist viel weniger bekannt als der Ring of Kerry, aber für Motorradfahrer ist sie ein Kleinod – die Beara Halbinsel oder Beara Peninsula. Der nördliche Teil der Halbinsel gehört noch zum County Kerry. 

Die Spitze der Landzunge heißt Lambs Head und liegt schon im County Cork, wie auch die südliche Küste von Beara.  

Motorrad und Fahrerin an der Südküste von Beara
Motorrad und Fahrerin an der Südküste von Beara (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Von Kenmare bis Lambs Head

Kenmare ist ein hübsches und trubeliges Städtchen. Du wirst nicht der einzige Tourist hier sein – aber dafür gibt es in und um Kenmare auch viele schöne Übernachtungsmöglichkeiten. 

Wenn Du auf der N71 nach Süden fährst, brauchst Du gar nicht erst viel Gas zu geben, denn schon sehr bald kommst Du über eine Brücke und direkt dahinter führt die kleine R571 auf Deiner rechten Seite auf die Beara Halbinsel. 

Wenn Du ihr folgst, wirst bald von herrlichen Ausblicken auf die Kenmare Bay belohnt. 

Du siehst lange Reihen von Bojen entlang der Küste. Das sind Muschelzuchten oder auch Austernzuchten. Lachs wird ebenfalls in den klaren Wassern des Atlantik gezüchtet und schmeckt hier besonders gut.

Empfehlungs-Link, siehe: Transparenz

Wenn Du bei Ardgroom links abbiegst, kannst Du einen Abstecher an den Glenbeg Lough machen. Der See ist über eine sehr kleine Straße erreichbar und wird schön von den umliegenden Bergen eingerahmt. 

Alternativ kannst Du auch von der R571 nach rechts zur Küste hin abbiegen und zum Kilkatherine Point fahren. Die winzigen Straßen sind leicht abenteuerlich und bieten wiederum herrliche Küstenabschnitte.

Küste von Beara
Küste von Beara (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)


Über Eyeries geht es weiter nach Allihies. Das Dorf ist präsentiert sich liebevoll herausgeputzt in fröhlich bunten Farben.

Ein Stück weiter geht es nach rechts ab zum Lambs Head und zur Cable Car, einer sehr sonderbaren Seilbahn zur vorgelagerten Insel Dursey. Sie wurde 1969 in Betrieb genommen und ist die einzige Seilbahn Irlands. 

Die Meeresströmung zwischen Festland und Insel ist besonders stark und macht den Fährverkehr schwierig und so wird eben alles und jeder die nur 25o Meter Strecke durch die Luft transportiert – Menschen und auch Schafe!

Nach einer längeren Renovierungspause soll sie im November 2022 wieder in Betrieb gehen. 


Empfehlungs-Link, siehe: Transparenz

Von Lambs Head bis Bantry

Von Lambs head aus folgst Du der R572 in Richtung Glengarriff und erreichst schon nach kurzer Zeit eine weitere sehr spezielle Anlage: Das Dzogchen Beara. Bunte Fahnen weisen Dir den Weg zu dem tibetisch-buddhistischen Tempel und Meditationszentrum. 

Die Anlage ist offen für Besucher und es ist wirklich schön, die herrliche Lage und die besondere Atmosphäre über dem Meer zu bewundern. es gibt dort auch ein gutes Café.

Empfehlungs-Link, siehe: Transparenz

Du kannst der Küstenstraße über Adrigole und Glengarrif nach Bantry folgen. Die Straße wird breiter, die langgezogenen Kurven etwas flotter und so kurvst Du in die Bantry Bay.

Aber langsam mit den Pferdestärken, denn ein Highlight wartet noch auf dich…

Dzogchen Buddhist Centre auf Beara
Dzogchen Buddhist Centre auf Beara (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)



Quer über die Insel: Auf der R574 über den Healy Pass

Inmitten der Halbinsel erstreckt sich ein langgezogener Höhenrücken. Über diesen führt in zahlreichen wirren Kehren die R574, die die Nordküste mit der Südküste verbindet.

Am Scheitelpunkt liegt der Healy Pass. Der Pass ist zwar „nur“ 296m hoch, aber
die kurvige Fahrt ist ein Hochgenuss und die bergige Landschaft ist einfach nur traumhaft. 

Auf der Nordseite geht es dann etwas weniger kurvig, aber mit Fernblick wieder zur Kenmare Bay hinab. 

Auffahrt zum Healy Pass
Auffahrt zum Healy Pass (Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg)

Du wolltest eigentlich nach Süden weiterfahren und nicht nach Norden? 

Dir kann geholfen werden – die Healy Pass-Straße ist in umgekehrter Richtung ja nochmal schön!

Hilfreiche Links zum Thema Irland

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Ausblick

In der nächsten Folge geht es an die Südwestküste Irlands, zum Mizen Head und nach Baltimore…

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Bildnachweis Titelbild: An der Westküste von Beara, Foto: Ulrich Knüppel-Gertberg (www.irland-insider.dewww.ireland-insider.com)

Uli Verfasst von:

Hallo und schön, dass du hier bist! Wir (meine Familie und ich) haben unseren Zweitwohnsitz in Irland und haben dort mehrere Jahre lang eine Motorradvermietung betrieben. In der Zeit ist dieser Blog entstanden, zunächst nur mit Artikeln über Irland. Inzwischen wächst er immer weiter: Wales, Schottland, England, Frankreich und weitere europäische Länder werden folgen. Was mir dabei besonders wichtig ist: Echte Informationen und Erfahrungen von echten Menschen, die wirklich an dem Ort gewesen sind. Mit ChatGPT, Perplexity oder der Google KI kannst du dir Listen von Sehenswürdigkeiten und Must-See-Places aufzeigen lassen - ist ja erstmal ok. Die Informationen kommen dann meist von den Seiten der Tourismusanbieter der jeweiligen Orte. Viele dieser Orte sind dann aber tatsächlich völlig überrannt, überfüllt oder sonst wie nervig. Andere, wirklich schöne Orte, werden gar nicht genannt. Wir machen das hier anders: Ich sage dir wo wir waren, welche unbekannteren Orte schön sind (auch ohne viel Marketing) und welche super bekannten Orte tatsächlich schön sind (trotz viel Marketing). Und ich werde nicht einen "Must-See-Place" in schillernden Farben bewerben, wenn er gar nicht toll war. In diesem Sinne - viel Spaß beim Lesen! Dein Ulrich Knüppel-Gertberg